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Ganz nah an der Ministerin dran

Vorlesetag Osterrönfeld Ganz nah an der Ministerin dran

Zum Vorlesetag besuchte Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Britta Ernst am Freitag die Aukampschule in Osterrönfeld. 24 Grundschulkinder lauschten der Politikerin gebannt, während sie aus einem Buch vorlas. Ernst will mit solchen Besuchen den Spaß der Schüler am Lesen wecken.

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Bildungsministerin Britta Ernst liest den Grundschülern am Vorlesetag aus dem Buch „Anton hat Zeit. Aber keine Ahnung, warum!“ vor, in dem um es Zeit und Fragen ohne Ende geht.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Osterrönfeld. „Frau Ernst kann häufiger zum Vorlesen kommen. Es ist spannender, wenn eine Ministerin vorliest.“ Dieses Lob bekam Britta Ernst von Sina. Die neunjährige Schülerin der Aukampschule in Osterrönfeld gehörte zu den 24 Kindern aus den ersten bis vierten Klassen, die der Bildungsministerin Schleswig-Holsteins lauschten, als sie aus dem Buch „Anton hat Zeit. Aber keine Ahnung, warum!“ von Meike Haberstock vorlas. Die SPD-Politikerin war am bundesweiten Vorlesetag in die Grundschule gekommen.

Eine knappe Stunde nahm sich Britta Ernst, die in ihrer Kindheit gerne Abenteuerbücher mit Tom Sawyer und Winnetou gelesen hat, für die Schüler Zeit, bevor es in letzter Sekunde zur Landtagssitzung ging. Mehr Zeit hat dagegen Anton. Der Sechsjährige wirft in der Geschichte für Kinder die Frage auf, warum er immer Zeit hat – und seine Mutter nicht.

Fragen prasselten nach dem Vorlesen auch auf Britta Ernst ein. Die Schüler erfuhren von der Ministerin, dass ihre Arbeit sehr anstrengend sei, aber auch viel Spaß mache. Sie habe viele Helfer. „28000 Lehrer, auf die ich mich verlassen kann.“ Warum Hausaufgaben sein müssen, wollten die Schüler wissen. „Damit Ihr besser lernt und behaltet.“ Der Gast lobte Schule und Schüler über den toll ausgestatteten Raum Geschichtenland. Chiffontücher, Lichterketten, Thementische, Gruselecke, Tisch mit Spielzeugtieren – „Das habt Ihr gut gemacht.“

Die Ministerin, die mit kräftigem Applaus verabschiedet wurde, war beeindruckt von der Aufgeschlossenheit der Schüler. „Sie waren gut vorbereitet und haben toll mitgemacht.“ Dass sie bereits zum dritten Mal vorgelesen hat, begründete Britta Ernst so: „Ich möchte mit meinem Besuch Begeisterung am Lesen wecken und damit Leseförderung unterstützen.“

Für Sina war die knappe Stunde schnell vergangen. „Frau Ernst hat mir gut gefallen. Sie hat gut betont. Und das Buch ist witzig.“ Luca war beeindruckt von der Ministerin, dass sie so viele spannende Stellen ausgewählt hat. „Sie hat vorgelesen, wie viele Wörter das Kapitel hat, wie lange das Vorlesen dauert und was man in der Zeit sonst machen könnte. Das fand ich klasse“, sagte der Achtjährige.

Auch andere Politiker beteiligen sich

Zum Vorlesetag gab es weitere prominente Beteiligungen: In Bordesholm an der Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule las Schleswig-Holsteins SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Stegner Texte des Literaturnobelpreisträgers Bob Dylan auf Englisch. In Neumünster war Angelika Beer, Landtagsabgeordnete der Piraten, im Familienzentrum Ruthenberger Rasselbande zu Gast. Innenminister Stefan Studt las in der Grundschule Mastbrook in Rendsburg. Sozial-Staatssekretärin Anette Langner war auf der Kinderstation des Friedrich-Ebert-Krankenhauses in Neumünster.

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