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Vergleich mit Geschäftsführer

Waldorfschule Rendsburg Vergleich mit Geschäftsführer

Nach eineinhalb Stunden der zweiten mündlichen Verhandlung vor dem Arbeitsgericht in Kiel haben sich beide Parteien geeinigt. Nach Angaben des Vorsitzenden Richters Udo von Alvensleben werden der Trägerverein der Freien Waldorfschule in Rendsburg und der von ihm im September vergangenen Jahres fristlos entlassene Geschäftsführer (61) für den gut zehnköpfigen Verwaltungsbereich getrennte Wege gehen. Der Verwaltungsangestellte hatte zuvor die ihm vom Verein vorgeworfene schädigende Haltung durch Kontakte zur rechten Szene bestritten.

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Das Arbeitsverhältnis des ehemaligen Geschäftsführers mit der Freien Waldorfschule Rendsburg ist durch einen Auflösungsvertrag beendet worden.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. Entweder Beweisaufnahme oder Vergleich: Beide Parteien einigten sich letztlich auf den Vorschlag des Richters, das Arbeitsverhältnis durch einen Auflösungsvertrag zum 31. Oktober 2014 mit einer Abfindung in Höhe von vier Monatsgehältern zu beenden. Zuvor hatte der Trägerverein nur das zweifache Gehalt zahlen wollen, der Kläger, vier Jahre lang Geschäftsführer an der Schule, strebte das siebenfache an.

 Der Verein hatte seinem Ex-Mitarbeiter Kontakte zur Reichsbürgerbewegung, die den Fortbestand des Deutschen Reiches behauptet, vorgeworfen. Er soll Flugblätter der rechtsradikalen Bewegung an mehrere Lehrer verteilt, an einer Krönungsmesse der Bewegung teilgenommen und dem Deutschen Polizeihilfswerk, einer selbsternannten Polizeitruppe, einen Klassenraum für eine Sitzung zur Verfügung gestellt haben.

 Der Verein berief sich bei seinem Standpunkt auch auf die Loyalitätsklausel, die der Geschäftsführer unterschrieben habe. Er habe sich verpflichtet, die Waldorf-Pädagogik und die Interessen des Vereins zu fördern. Das könne er jedoch nicht mit den ihm vorgeworfenen Kontakten zur rechten Szene. Für den Fall einer Rückkehr des Geschäftsführers an den Arbeitsplatz hätten viele Eltern angekündigt, ihre Kinder von der Schule zu nehmen. Die Position des Klägers: Die Bewegung sei nicht seine Denkrichtung, er habe nur ein offenes Ohr für Andersdenkende. Der Vergleich ist rechtskräftig.

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