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Abriss des maroden Stadt-Entrees

Eckernförde Abriss des maroden Stadt-Entrees

Sie sind nicht die Gebäude, die sich eine Stadt als Entree wünscht. Notdürftig geflickte Risse in der unansehnlichen, mit Satellitenschüsseln gepflasterten Fassade prägten über Jahre das Bild an der Kreuzung Rendsburger Straße/Domstag in Eckernförde. Nun sollen die aus den 1930er-Jahren stammenden Mehrfamilienhäuser abgerissen werden.

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Zwei Gebäude fallen, nur das kleine in der Mitte, das sich im Besitz einer Versicherungsagentur befindet, bleibt erhalten. Der Abriss der Häuser Rendsburger Straße 105-107 (links) und Domstag 62-64 ist beschlossene Sache. Ob an gleicher Stelle neuer, moderner Wohnraum entsteht, ist allerdings noch nicht entschieden.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Ortsunkundige, die von der Autobahn kommend nach Eckernförde hineinfuhren, verspürten angesichts der wenig gepflegten und mit matten Fensterscheiben versehenen Gebäude vielfach den Wunsch, gleich wieder umzukehren. Im Gegensatz zu den Häusern auf der anderen Straßenseite, die durch einen neuen Anstrich sehr viel wohnlicher wirken, befindet sich schon seit Jahren vor allem das Haus Rendsburger Straße 105-107 in einem denkbar schlechten Zustand.

„Die Schäden sind irreparabel“, räumt die Hamburger Rechtsanwältin Christiane Lemberg ein. Sie vertritt die Geschäftsführung der in der Hansestadt ansässigen Wohnungsgesellschaft Daheim, die im Süden von Eckernförde rund 220 Wohnungen vermietet und verwaltet. Untersuchungen eines Statikers hätten ergeben, dass die Standsicherheit des genannten Hauses an der Rendsburger Straße und des Mehrfamilienhauses Domstag 62-64 nicht mehr gegeben sei. Deshalb hätten die Mieter schon vor längerer Zeit ausziehen und anderweitig untergebracht werden müssen.

Was nach dem Abriss auf den frei werdenden Grundstücken geschieht, vermochte Christiane Lemberg nicht zu sagen. „Die Entscheidungsfindung in der Gesellschaft ist noch nicht abgeschlossen. Es ist alles denkbar“, erklärte sie auf Nachfrage unserer Zeitung. Nach ihren Worten habe das Quartier im Bereich der Scharnhorst-, Rendsburger und Nettelbeckstraße lange Zeit keinen sehr guten Ruf gehabt. Nicht immer sei es gelungen, geeignete Mieter zu finden. Dabei handele es sich um einen für Eckernförder Verhältnisse sehr günstigen Wohnraum in guter Lage.

Die Wohnungsgesellschaft Daheim verfügt neben dem genannten Quartier auch noch im Bereich Klintbarg und Am Alten Leuchtfeuer über Mietwohnungen.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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