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Schierensee-Ufer ist jetzt gesichert

Wellenbrecher Schierensee-Ufer ist jetzt gesichert

50 Zentimeter fraßen die Wellen des Schierensees jedes Jahr vom Ufer der Badestelle weg. Damit ist dank des Arbeitseinsatzes von 13 ehrenamtlichen Helfern am Sonnabend Schluss. Unter fachkundiger Anleitung von Christian Reimers bauten sie einen 13 Meter langen Wellenbrecher mit Stegfunktion.

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In Hand- und Teamarbeit entsteht die neue Uferbefestigung am Schierensee: Jorge Pereira (links) und Jochen Arp biegen mit Schraibzwingenkraft eine Planke an die Befestigungspfähle.

Quelle: Beate König

Schierensee. „Wir haben uns an der Nordsee unterschiedliche Uferbefestigungen angesehen“, sagt Reimers, der Erfahrung aus sieben Jahren Küstenschutz-Planung mitbringt. Dazu holte die Gemeinde Vorschläge vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume ein. Die erste Idee, mit einem Vlies den Boden großräumig zu sichern, verwarf die Gemeinde. Ebenso das Einrammen einer Pfahlreihe. „Das war beides zu kostenaufwendig.“

Seit vergangenem Monat wurden in Etappen zunächst mit einer Ramme 18 jeweils zwei Meter lange Eichenpfähle vor der Uferzone gesetzt. Auf Höhe der Wasserlinie wurden Planken aus Lärchenholz angeschraubt. Sie sollen die anrollenden Wellen stoppen. Die Planken reichen nicht bis auf dem Seegrund. Deshalb gibt es als zweite Brandungsbremse hinter dem Holz einen kniehohen Steinwall. Das Füllmaterial, Findlinge und große Kiesel, schenkten der Hof Sophienlust und das Gut Schierensee der Gemeinde.

Bis zu zwölf Jahre Halt

„Zehn, zwölf Jahre wird voraussichtlich das dem ständigen Wasser-Luft-Wechsel ausgesetzte Lärchenholz halten“, schätzt Reimers. Der Wellenbrecher ist so konzipiert, dass dann mühelos seitlich neue Planken angesetzt werden können. Damit das neue Bauwerk im See gleichzeitig begehbar und kindersicher ist, soll es Stegplanken erhalten. Die anfangs als Kinderbecken eingeplante Wasserfläche zwischen Steg und Ufer allerdings soll mit Kies gefüllt werden. Dafür ist von einem kleinen Strandbereich ohne Wellenbrecher der See weiterhin direkt erreichbar.

Ursache des Bodenfraßes sei der Klimawandel, so Reimers. Zum einen gebe es seit einigen Jahren häufiger Starkwindereignisse, die zu hohen Wellen führen. Zum anderen habe sich die Hauptwindrichtung geändert. Er bläst, anders als früher, die Wellen oft aus West direkt in die Bucht.

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