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Bauen im Außenbereich möglich

Westensees Entwicklung Bauen im Außenbereich möglich

Ein neues Baugebiet im Außenbereich von Westensee ist möglich – allerdings nur, wenn der Wohnungsbedarf im Innenbereich nicht gedeckt werden kann. Bis 2025 könnten nach den Vorgaben der Landesplanung in der Gemeinde noch 53 Wohneinheiten gebaut werden.

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Camilla Grätsch vom Flensburger Planungsbüro Plewa zeigte Möglichkeiten der Innenbereichsentwicklung für Westensee.

Quelle: Sven Janssen

Westensee. Mit der Frage, wie sich die Gemeinde Westensee weiter entwickeln kann, befassten sich am Mittwoch der Bau- und der Umweltausschuss. Camilla Grätsch vom Flensburger Planungsbüro Plewa gab Antworten auf die Frage, ob künftig auch eine Entwicklung im Außenbereich der Gemeinde durch Ausweisung neuer Baugebiete möglich sei. „Westensee muss sich weiterentwickeln, denn alles andere wäre Stillstand, und das dürfen wir nicht zulassen“, sagte Bürgermeister Adolf Dibbern (CDU).

 „Die Einwohnerzahlen in Westensee werden weiter sinken“, erklärte Grätsch die Ergebnisse ihrer Untersuchungen. Die derzeit rund 1500 Einwohner werde man auf Dauer nicht halten können. Gleichzeitig steige der Anteil älterer Menschen. „Trotz sinkender Bevölkerungszahlen wird aber der Bedarf an Wohnungen steigen“, prognostizierte sie.

 Dem Entwicklungsspielraum Westensees gibt die Landesplanung einen Rahmen für Gemeinden ohne zentralörtliche Funktion vor. Um zehn Prozent darf die Zahl der Wohnungen bis ins Jahr 2025 steigen. 71 Wohneinheiten könnten also in der Gemeinde entstehen. 18 wurden bereits gebaut, sodass noch 53 übrig bleiben.

 Diese Zahl reduziere sich allerdings noch um das Entwicklungspotenzial in den B-Plangebieten, das bei zwölf bis 25 Wohneinheiten liege und um die Zahl der Wohnungen, die noch im ungeplanten Innenbereich geschaffen werden könnten. Grätsch ermittelte im Innenbereich von Westensee 13 Flächen, in Brux drei Flächen. Darauf könnten 14 bis 27 Wohneinheiten entstehen, von denen nach ihrer Einschätzung zehn bis 22 Wohneinheiten auf zehn Flächen mittelfristig aktivierbar seien.

 Am Ende bleibe der Gemeinde bis 2025 ein Entwicklungsrahmen von 18 bis 19 Wohneinheiten für die Flächenvorsorge. In entsprechender Größe könnten im nächsten Schritt Flächen im Außenbereich gesucht und ausgewiesen werden.

 „Jetzt müssen wir sehen, ob wir diesen zweiten Schritt gehen wollen“, sagte Umweltausschussvorsitzender Lothar Thormählen (LD). Dibbern wies darauf hin, dass es überhaupt keinen Zeitdruck gäbe. „Die Entscheidung könnte das Dorf dramatisch verändern, wir sollten nichts übers Knie brechen“, sagte der Bürgermeister. Erstmal solle das Thema in den Ausschüssen bleiben.

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