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Vorbereitung für die ersten Flüchtlinge

Westensee Vorbereitung für die ersten Flüchtlinge

Schleswig-Holstein nimmt in diesem Jahr voraussichtlich bis zu 20000 Flüchtlinge auf. Sieben von ihnen sollen ab Mitte Juni erstmals auch in Westensee untergebracht werden. Dafür hat Amt Achterwehr ein Wohnhaus in der Gärtnerkoppel angemietet, das derzeit umgebaut wird. Die Fraktion Lebendiges Dorf (LD) machte sich in der Gemeindevertretung am Montagabend dafür stark, rechtzeitig zusammen mit Einwohnern eine Willkommenskultur zu entwickeln.

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Derzeit wird dieses Wohnhaus in der Gärtnerkoppel in Westensee umgebaut. Ab Mitte Juni will das Amt Achterwehr darin Flüchtlinge unterbringen.

Quelle: TM

Westensee. Doch erst einmal machte sich Lothar Thormählen (LD) Luft: Bei einem Spaziergang sei er von Bürgern angesprochen worden, ob auch in Westensee Asylsuchende untergebracht würden. Er habe dies verneint, sei aber später auf entsprechende Protokolle des Amtes gestoßen. Danach sei in dessen Gremien bereits Mitte Dezember über das Thema Unterbringung in Westensee gesprochen worden. „Eine Information über Zeitpunkt und Umfang gab es in der Gemeinde bisher aber nicht“, kritisierte Thormählen. Die Aufnahme von Flüchtlingen sei kein „unbedingt leichtes Thema“ und Vorbereitung dringend erforderlich.

 „Die Gemeinde ist nicht zuständig, sondern das Amt“, entgegnete Bürgermeister Adolf Dibbern (CDU). Niemand habe davon gewusst, dass das Kieler Innenministerium bereits Flüchtlinge für ein Wochenende in der Jugendherberge untergebracht hatte. Weder Polizei, noch Amt und Gemeinde seien darüber informiert gewesen. Nun sei jemand aus Westensee weggezogen und vermiete sein Haus an das Amt, sodass dort voraussichtlich sieben einzelne Personen untergebracht werden. „Gemeinden können nur für eine gute Willkommenskultur werben“, sagte Dibbern. So sei eine in Achterwehr untergebrachte Familie von den Nachbarn in Empfang genommen worden. Neben Achterwehr sind im Amtsbereich bisher nur in Felde-Jägerslust sowie in Quarnbek und Bredenbek Asylbewerber untergebracht.

 Ronny Walloßek (CDU), Mitarbeiter der Kieler Staatskanzlei, berichtete, dass das Land sich bemühe, die Dauer der Erstaufnahme von Flüchtlingen zu erhöhen. Derzeit betrage sie nur zwei Wochen. „Optimal wären zwölf Wochen, bevor sie auf die Gemeinden verteilt werden“, sagt er. Dann seien bereits erste Deutsch-Kenntnisse und Alltagswissen vorhanden, sodass die Menschen nicht bei null anfingen. Walloßek riet Bürgern, die sich für die Flüchtlinge in Westensee engagieren wollen, an den Verein Freundeskreis Jägerslust zu wenden.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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