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Die „Willies“ fällen den hölzernen König

Die „Willies“ fällen den hölzernen König

Die einen nennen es Wikingerschach, die anderen sagen Bauernkegeln: Doch eigentlich ist „Kubb“ die genaue Bezeichnung. Und genau so wird es in Rumohr genannt, immer dienstags trainieren die „Willies“ der Dörpsgill Rumohr für gute Ergebnisse bei dem aus Schweden stammenden Geschicklichkeitsspiel: Eine gute Hand fürs Werfen kombiniert mit etwas Glück, so ist man gut vorbereitet.

Jens Poppek trifft den König, der als letzter fallen darf und muss, um zu gewinnen.

Quelle: Sorka Eixmann

Rumohr. Das sagt zumindest Spartenleiter Hans-Jürgen Boss. Und der muss es wissen, schließlich hat er sich schon seit längerem diesem Sport mit spielerischen Akzenten – oder diesem Spiel mit sportlichem Einfluss – verschrieben. Auch Ehrenspartenleiter Eckhard Bergandy hat ein Faible für das Spiel. „Wir alle sind mit dem Fußball alt geworden. Ein bisschen zu alt fürs Kicken. Und daher haben sich die ,Willies’ eine neue Beschäftigung gesucht“, erklärt Bergandy mit einem Schmunzeln. Immer dienstags, immer auf dem Festplatz hinter der alten Schule. „Das Feld ist schnell installiert, im Winter weichen wir schon mal in die Halle aus“, so Boss.

 Beim Kubb-Spiel ist man flexibel: Es werden zwei Teams gebildet, die aus jeweils einer bis sechs Personen bestehen. Traditionell ist das Feld fünf mal acht Meter groß, das Spiel besteht aus sechs massiven Wurf-Rundhölzern, zehn umzuwerfenden Klötzchen – den Kubbs – und einem größeren Holzklotz, dem König. Genau um den dreht sich das Spiel, denn er steht in der Mitte des Feldes und je fünf Kubbs bilden auf jeder Seite die Grundlinie.

 Das beginnende Team erhält die Wurfhölzer, jeder Spieler sollte dieselbe Zahl an Wurfhölzern bekommen. Nun wird versucht, die gegnerischen Kubbs durch Werfen zu fällen, der Holzstab sollte dabei mit seiner Längachse in Wurfrichtung fliegen. „Horinzontalwürfe und rotierende Würfe sind verboten“, betont Boss. Wenn jedes Teammitglied seine Hölzer geworfen hat, ist das zweite Team an der Reihe. „Es ist kurzweilig, wir sind mit viel Spaß und Engagement bei der Sache“, betont der Spartenleiter und schnappt sich die Wurfhölzer. Konzentration – und der erste Kubb liegt. Auch der zweite von Boss anvisierte fällt, er ist zufrieden. Auch Mitspieler Jens Poppek macht seine Sache sehr gut, „Der ist sehr treffsicher“, weiß auch Bergandy.

 Die Gegner sammeln nun alle Wurfhölzer und umgeworfenen Kubbs, die Kubbs werden in die Feldhälfte vom Duo Boss-Poppek geworfen. Die Beiden stellen die Kubbs dort auf, wo sie gelandet sind. Die Gegner haben pro Kubb maximal zwei Versuche, um die gegnerische Feldhälfte zu treffen. Landet der Kubb auch beim zweiten Versuch außerhalb der gegnerischen Feldhälfte, darf Boss den Kubb aufstellen, wo er will – auch nah am König und das ist ungünstig für den Gegner. „Erst wenn ein Team alle Basis- und Feldkubbs umgeworfen hat, darf es von der Grundlinie aus auf den König werfen.“

 Da Kubb so viele Freunde hat, wurde 2012 erstmals ein Kubb-Turnier in Rumohr ausgerichtet – für die vierte Auflage, die am Sonnabend, 22. August, ab 14 Uhr ausgerichtet wird, haben sich bereits 24 Mannschaften angemeldet. „2012 und 2014 hat Antjes Coffeeshop aus Kiel gewonnen, mal sehen, wer dieses Mal die sicherste Hand hat“, sagt Bergandy.

Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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