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Vom Trauerspiel zum Großevent

Wilwarin Festival Vom Trauerspiel zum Großevent

Wo am 2. und 3. Juni Zelte, Bühnen, Musik und feiernde Menschen das Bild des 20. Wilwarin-Festivals bestimmen, werkeln derzeit noch fleißige Helfer an Bühnenaufbau und Dekoration. Einer von ihnen ist Arnulf Zurheide, der das Festival gemeinsam mit drei Freunden 1997 aus der Taufe gehoben hat.

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Arnulf Zurheide entfernt die Rinde von den Baumstämmen, die später zu Stelzen für Hütten und Co genutzt werden.

Quelle: Gunda Meyer

Ellerdorf. „Damals fing alles ganz klein mit einer Privatparty auf meinem Hof in Techelsdorf an“, erinnert sich Zurheide. Doch dann gab es Ärger mit den Nachbarn. „Meine Mutter hat dann einfach das Starkstromkabel gezogen.“ Im darauf folgenden Jahr mussten sich die vier Freunde Astrid Heintl, Oliver Liesen, Maike Kühl und Zurheide einen neuen Standort suchen. Durch Freunde in Ellerdorf kamen sie an die abgeschiedene Koppel heran, wo sie keinen mehr stören konnten. Drei der vier Initiatoren sind noch heute im Team, nach Maike Kühls ausscheiden ist Jan Ruempler dazugekommen.

Das erste Jahr war ein Trauerspiel

„Das erste Jahr in Ellerdorf war ein Trauerspiel, wir haben uns völlig übernommen“, sagt der Organisator rückblickend, „Wir hatten 220 zahlende Gäste und hätten 500 gebraucht, um unsere Kosten zu decken.“ Damals gab es nur eine Bühne. Auch in den Folgejahren zahlte das Team kräftig drauf. Aufgeben war aber nie eine Option. „Diejenigen, die auf dem Festival waren, haben uns so sehr ermutigt, weiter zu machen, dass wir es jedes Jahr wieder versucht haben.“

Mit Erfolg. Nach etwa zehn Jahren hat sich das Festival in der alternativen Szene so weit als Geheimtipp herumgesprochen, dass die Organisatoren immer mehr Besucher erreichten und damit keine Miesen mehr gemacht haben. Seit zwei Jahren ist das Festival sogar schon vorm Start ausverkauft.

Jedes Jahr ein anderes Motto und einige neue Bands

„Das Besondere an unserem Festival ist, dass wir als Organisatoren genau das realisieren können, was wir möchten“, sagt Zurheide. Das Motto und die Bands variieren jedes Jahr, „wir haben immer was neues dabei, aber viele Bands kommen auch regelmäßig wieder.“ Die Vorbereitungen laufen schon seit über einer Woche auf Hochtouren. Baumstämme werden zu Stützbalken für Hütten zurecht gesägt, Tafeln und Tresendeko werden gemalt und ein paar Erdarbeiten sollen das Durchkommen erleichtern.

Müllpfand wird teurer

Ein echtes Problem ist hingegen der Müll, den die Festivalgänger in den Vorjahren auf dem Gelände hinterlassen. „Wir haben jetzt den Müllpfand auf 10 Euro verdoppelt, um die Leute zu animieren, wenigstens ihren Müll zu den Containern zu bringen.“ Außerdem gibt es für Raucher in diesem Jahr Taschenaschenbecher, denn jede Kippe muss nach Festivalschluss sonst aufgelesen werden.

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