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Kritik an zu lascher Stellungnahme

Windkraft Groß Buchwald Kritik an zu lascher Stellungnahme

16,2 Prozent der Fläche Groß Buchwalds sind als Eignungsraum für Windräder vorgesehen: Das ist vielen Bürgern und der Kommune ein Dorn im Auge. In einer Stellungnahme regt die Gemeinde im Beteiligungsverfahren des Landes an, das zu verringern. Die Gemeinde musste aber auch Kritik einstecken.

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Der stellvertretende Bürgermeister Henning Thomsen verteilt Informationsmaterial an die Besucher der Einwohnerversammlung.

Quelle: Frank Scheer

Groß Buchwald. Als „wischiwaschi“ titulierte beispielsweise Einwohnerin Karin Russ die Stellungnahme zu den zwei  Windeignungsräumen, die das Land in Richtung Bissee und Negenharrie in der Entwurfsplanung vorgesehen hat. Und für ihre Kritik bekam sie bei der Einwohnerversammlung Applaus von vielen der 50 Anwesenden. Die ehemalige Gemeindevertreterin hatte sich eine deutlichere Positionierung der Kommune gewünscht. Frank Lepenies betonte, den Aspekt „Wertminderung von Immobilien“ zu vermissen. 

Stellungnahme ist ein Kompromiss von FWG und CDU

Der stellvertretende Bürgermeister Henning Thomsen (FWG) erläuterte: Sowohl die Wählergemeinschaft FWG als auch die CDU hätten eigene Vorstellungen gehabt und sich letztlich auf einen Kompromiss geeinigt. Zudem sollten durch eine eher neutral gehaltene Stellungnahme alte „Grabenkämpfe“ von 2011 nicht wieder angefacht werden. Damals gab es einen Bürgerentscheid, dessen Ergebnis knapp gegen Windenergie ausgefallen war.

In der Stellungnahme, die am Donnerstag, 1. Juni, in der Gemeindevertretersitzung beschlossen werden soll, heißt es, dass man grundsätzlich der Ausweisung neuer Vorranggebiete zustimme, weil sie eine sich aus der Energiewende ergebende Notwendigkeit seien. Zudem könnten sich für lokale Höfe Einnahmequellen zur Existenzsicherung entwickeln. Die Gemeinde selbst verspricht sich höhere Einnahmen bei der Gewerbesteuer.

Viele Bürger hoffen auf eine Vergrößerung der Abstände

Einige Groß Buchwalder, so Statements hinter vorgehaltener Hand, erhoffen sich von einer neuen Landesregierung in diesem Punkt ein Zugeständnis an die Bürger. Die landespolitische Entwicklung wurde bei der Versammlung weitgehend ausgeklammert. Henning Thomsen sagte dazu auf Nachfrage: "Das muss man mal abwarten. Bei einer CDU-Anzeige kurz vor der Wahl ist das Thema Wind ausgeklammert worden. Vielleicht war das schon ein Indiz für mögliche Zugeständnisse an die Grünen."

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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