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Schwertransporte fordern das Dorf

Windkraft bei Melsdorf Schwertransporte fordern das Dorf

Teile von Windkraftanlagen werden ab Dienstag durch Melsdorf transportiert. Auf Gut Quarnbek werden drei Mühlen gebaut. Aber zu enge Verkehrspunkte sind ein Problem – schon für „normale“ Lkw. Für die riesigen Schwertransporter wurden bereits Zaun und Hecke auf Privatgrundstücken entfernt.

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Dieser Schwerlaster landete am Donnerstag im Quarnbeker Weg in der Bankette, weil er offenbar einem anderen Auto auswich.

Quelle: Torsten Müller

Melsdorf. Windenergie soll die Umwelt schonen, doch die Errichtung von drei Anlagen bei Gut Quarnbek strapaziert die Umwelt jetzt erheblich. Bis zu 50 Schwerlasttransporte quälen sich vom kommenden Dienstag, 25. Oktober, bis zum 18. November durch Melsdorf – immer nachts. Was im Wege steht, soll weichen.

 Rüdiger Dupke aus der Dorfstraße ist stinksauer: „Erst werden wir wochenlang bei der Maisernte für die Biogasanlage mit den Dinosauriern belästigt und nun auch noch mit Betonmischern und Tiefladern. Windräder werden durch ein kleines Dorf befördert, und es wird noch so getan, als wenn alles schön ist.“ Die Dorfstraße sei erst im vergangenen Jahr neu asphaltiert worden und werde nun womöglich wieder kaputt gefahren.

 Auch Bürgermeisterin Anke Szodruch (CDU) ist von den langwierigen Transporten „überhaupt nicht begeistert“, zumal sie erst am Mittwoch erste Details erfuhr. Am Donnerstag erhielt sie von dem Paderborner Unternehmen, das die Turmelemente der Windräder von Dänemark und Hamburg aus nach Quarnbek transportiert, weitere Informationen.

 Nach Angaben des Transportunternehmens wird der erste Konvoi aus zwei oder drei Schwerlastern Melsdorf am Dienstag gegen 4 Uhr erreichen. Die Tieflader sind 60 Meter lang und fahren mit Überbreite von 4,30 Metern; Polizei eskortiert die Ungetüme. Damit sie sich den Weg durch die engen und kurvigen Straßen bahnen können, darf an den Rändern nicht geparkt werden. Zudem wurden bereits im Einmündungsbereich Kieler Weg/Dorfstraße Zaun und Hecke auf Privatgelände entfernt; Straßenlaterne und Verkehrsschild sollen folgen.

 Problematisch ist die Rechtskurve am Ortsausgang im Quarnbeker Weg. Dort steht den Tiefladern eine Eiche im Weg. Der für die Kreisstraße3 zuständige Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr lehnt eine Fällung ab. Alternativ müsste der Radweg in Anspruch genommen werden. Dieser liegt jedoch etwas tiefer und birgt Gefahren für den Transport. Ganz in der Nähe, Höhe Fegefeuer, geriet am Donnerstag ein großer Laster auf dem Weg zum Windenergiefeld in die Bankette und kippte zur Seite. Nach Darstellung des Fahrers sei er einem überholenden Pkw ausgewichen. Um den Lkw wieder freizukommen, musste das geladene Material zunächst abgebaggert werden.

 Da die Transporte auch in der Dorfstraße zum Teil den Gehwege überfahren, müssen sie mit speziellem Belag geschützt werden. Vorsichtshalber ist der jetzige Zustand dokumentiert worden.

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