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Radwegsanierung auf der falschen Seite ?

L 318 in Bordesholm Radwegsanierung auf der falschen Seite ?

Für Norbert Baschke mutet die geplante Radwegsanierung in Bordesholm wie ein schlechter Scherz an. Erneuert werden soll der Radstreifen auf der Ostseite der L 318 . „Die Problemstellen liegen aber auf der Westseite“, erklärt der ehemalige Bordesholmer Verwaltungschef.

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Mehrere Zentimeter hoch aufgebrochene Asphaltstücke kennt Norbert Baschke auf dem Westabschnitt des L
318-Radwegs gleich im halben Dutzend.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. Mit dem Rad ist Norbert Baschke die Asphaltstreifen auf beiden Seiten der L318 abgefahren, die in der Bordesholmer Ortslage als Kieler Straße geführt wird. Die Sanierung der Radwegostseite vom Immenkorv am südlichen Ortsausgang bis zur Einfahrt zum Veranstaltungsplatz durch den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) hält er in weiten Teilen für unnötig. „Klar, es gibt dort einige Risse und Flicken, im Großen und Ganzen ist der Radweg aber noch in Ordnung“, erzählt Baschke, der für die CDU in den Gemeindegremien sitzt. Im Haupt- und Finanzausschuss und zuletzt in der Gemeindevertretung drang er darauf, dass der Landesbetrieb auch die Westseite saniert.

 Konkret geht es um ein rund 200 Meter langes Teilstück zwischen Ortsschild und der Einmündung der Alten Landstraße. „Dort haben wir ein halbes Dutzend Asphaltaufbrüche und Aufwallungen mit mehreren Zentimetern Höhe. Wenn man da im Dunkeln nicht aufpasst, kann man sich richtig wehtun“, erklärt Baschke. Wie für den gesamten Radweg auf der Ostseite der Landesstraße ist der LBV auch Baulastträger für den Westabschnitt und damit für die Sicherheit der Radfahrer verantwortlich, führte der Ortspolitiker weiter aus. Der Landesbetrieb machte dagegen deutlich, dass die vom LBV zu sanierenden Abschnitte mit der Amtsverwaltung Bordesholm abgestimmt wurden.

 „Es gab darüber mehrere Gespräche mit Amtsdirektor Heinrich Lembrecht“, erklärte LBV-Chef Matthias Paraknewitz auf Nachfrage unserer Zeitung. In der Gemeindevertretersitzung erinnerte der Bordesholmer Amtsdirektor daran, dass die Politik das Amt aufgefordert hatte, sich für die Sanierung der Radwegostseite einzusetzen. Nach den Worten von Bauamtsleiter Sven Ingwersen wurden aber kürzlich auf Ortsterminen mit dem LBV die von Baschke genannten Problemstellen diskutiert. „Wir sind weiter im Gespräch, damit das Teilstück gleich mit saniert werden kann“, sagte Ingwersen.

 Erneuert wird auf jeden Fall das Teilstück auf der Westseite von der August-Zabel-Straße bis zum Kurzen Kamp. Der 400-Meter-Streifen gehört Bordesholm, die Gemeindevertretung beschloss mit großer Mehrheit die Sanierung mit geschätzten Kosten von rund 46000 Euro. Um die Kosten zu senken, vereinbarten Bordesholm und der Landesbetrieb eine gemeinsame Ausschreibung. Einen festen Termin für die Arbeiten in diesem Jahr gibt es noch nicht.

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