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Wirt fürchtet um seine Existenz

Oldenhütten plant Dorftreff Wirt fürchtet um seine Existenz

Die Pläne für das Dorfgemeinschaftshaus lösten auf der Einwohnerversammlung Oldenhütten heftige Reaktionen aus. „360000 Euro Baukosten sind ein hoher Preis für eine kleine Gemeinde“, mahnte Einwohnerin Heidemarie Willmann. Gasthofbetreiber Hinnerk Speck fürchtet um seine Existenz.

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Das 1957 gebaute Feuerwehrgerätehaus erfüllt die Sicherheitsanforderungen der Unfallkasse nicht, sagt Bürgermeister Eggert Rohwer.

Quelle: Beate König

Oldenhütten. „Historisch und visionär“, lobte dagegen der ehemalige Gemeindevertreter Dieter Kitschke die einstimmige Entscheidung der Gemeindevertretung.

 Für das Feuerwehrgerätehaus von 1957 muss ein Ersatzbau her, die Feuerwehrunfallkasse moniert die Sicherheit des Stellpatzes, es fehlt der Platz für die Schutzanzüge ebenso wie eine gute Heizung. Im Winter absolvieren die 20 Feuerwehrkameraden ihre Schulungen in eiskalten Räumen. Als Ersatz wird auf dem Grundstück an der Ecke Am Teich/Dorfstraße ein 195 Quadratmeter großes Kombi-Haus für die Feuerwehr und einem Bürgerraum als Treffpunkt fürs Dorf geplant. Eine Wärmepumpenheizung soll energiesparend heizen. 98000 Euro Fördermittel von der Aktivregion und Eigenleistung sollen helfen, die kalkulierte Bausumme zu senken. Gebaut werden soll die vier Meter hohe Halle in kostengünstiger Sandwichbauweise, Vorbild ist das Feuerwehrhaus in Dätgen. Der auf dem Baugrundstück vorhandene Spielplatz soll in Richtung Süden verschoben werden, die Bäume erhalten bleiben.

 Am 49 Quadratmeter großen Bürgerraum schieden sich die Geister. Für Bürgermeister Eggert Rohwer bietet der Raum eine Chance, das kulturelle Leben in der 166-Einwohner-Gemeinde in Schwung zu bringen. Von Jugendlichen habe er bereits positive Resonanz erfahren. „Wir könnten einen Treffpunkt für sie anbieten.“

 Zu den Bedenken des Gasthofbetreibers Speck stellte Rohwer klar: „Es soll und darf keine Konkurrenz zu unserem Dorfkrug wachsen. Private Feiern im DGH werden durch eine Benutzungsordnung ausgeschlossen.“ Der 49-jährige Speck bemängelte, zu spät eingebunden worden zu sein. „Wir haben etwas spät mit euch gesprochen“, räumte auch Rohwer ein. Specks Kritik: „Der Kredit läuft 30 Jahre. Ich weiß nicht, ob das zu finanzieren ist.“

 Heidemarie Willmann kritisierte die intransparente Informationspolitik der Gemeindevertretung und forderte eine Meinungsumfrage durch alle Haushalte: „Wird das Haus wirklich von allen gewünscht?“ „Es liegt an uns, Motivation ’reinzubringen,“ sagte Rainer Willmann. Er warnte mit Vergleichszahlen aus dem Bundesgebiet: Mehr als 45 Prozent der DGH werden weniger als einmal pro Woche genutzt. Der ehemalige Gemeindevertreter Dieter Kitschke lobte dagegen, dass 20 Jahre nach der ersten DGH-Planung jetzt eine Umsetzung erfolgen soll.

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