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Verwaltung setzt auf Wohncontainer

Kronshagen Verwaltung setzt auf Wohncontainer

Jetzt ist die Katze in Kronshagen aus dem Sack. Bürgermeister Uwe Meister setzt bei der Unterbringung von Flüchtlingen auf das zeitlich befristete Aufstellen von Wohncontainern. Der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Sozialausschuss werden am Dienstag um 19 Uhr im Rathaus über drei Standorte entscheiden. Zudem soll der Sozialwohnungsbau wieder aufgenommen werden.

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Auch im Kathweg 4 bis 6 könnten Wohncontainer aufgestellt werden. Dafür müssen zunächst die leer stehenden Einfamilienhäuser abgerissen werden.

Quelle: TM

Kronshagen. 15 mal 36 Meter: So groß sind die Flächen, auf denen Wohncontainer aufgestellt werden. In eingeschossiger Bauweise könnten in diesen bis zu 30 Menschen untergebracht werden. Als Standorte stehen drei Grundstücke zur Auswahl: Kathweg 4 und 6, der Spielplatz Bürgermeister-Drews-Straße 54/56 sowie der Bolzplatz in der Tegelkuhle. Die Wohncontainer sollen für einen Zeitraum von fünf Jahren gemietet werden.

 Für den Standort Kathweg errechnete die Verwaltung Herstellungskosten in Höhe von gut 200000 Euro. Bei einer Nutzung durch 30 Bewohner würden innerhalb des Fünf-Jahres-Zeitrums monatliche Kosten pro Platz von 392 Euro anfallen. Würden im Kathweg nur 20 Personen untergebracht werden, erhöhten sich die Kosten pro Monat und Bewohner auf 525 Euro. Auf beiden Grundstücken stehen nicht mehr bewohnbare Einfamilienhäuser. Sie müssten zunächst abgerissen werden. Weil die gemeindeeigenen Immobilien zum Bereich der Ortskernplanung gehören, ist eine Zustimmung des Innenministeriums erforderlich.

 Beim Standort Tegelkuhle geht die Verwaltung von etwa gleichen Kosten wie im Kathweg aus. Eine Verschiebung des jetzigen Bolzplatzes nach Westen wäre aus ihrer Sicht möglich. Die Herstellungskosten auf dem Spielplatzgelände in der Bürgermeister-Drews-Straße 56 lägen wegen der schwierigeren Erschließung gut 35000 Euro höher. Die Wohncontainer sollen im vorderen Bereich quer zum benachbarten Mehrfamilienhaus aufgestellt werden. Alternativ wären Sozialwohnungen sowohl parallel zur Bahnlinie als auch an der Straße möglich. Ursprünglich sollte der Spielplatz in diesem Frühjahr im Rahmen eines Modellprojektes naturnah umgestaltet werden. Als Ersatz ist nun die Umgestaltung der Grünfläche in der Bürgermeister-Drews-Straße 95 im Gespräch. Dort war zunächst eine feste zweigeschossige Unterkunft geplant, die aber auf Widerstand von Anwohnern stieß.

 Der Bürgermeister will von den Ausschüssen jetzt auch ein Signal zur möglichen Bebauung der Wiese vor der Gemeinschaftsschule im Suchsdorfer Weg. Dort stellt sich Meister die Errichtung einer festen Unterkunft vor. Darüber hinaus will er mit Wohnungsbaugesellschaften über Sozialwohnungsbau auf drei Grundstücken verhandeln: dem ehemaligen Aldi-Grundstück in der Johann-Fleck-Straße 1, im Güstrower Weg 1 (am Eingang zum Wohngebiet Hühnerland) sowie in der Bürgermeister-Drews-Straße 54/56.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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