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Ein Erholungsort mit Industriecharme

Wohnmobilstellplatz Rendsburg Ein Erholungsort mit Industriecharme

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Rendsburg-Eckernförde plant einen neuen Wohnmobilstellplatz direkt am Nord-Ostsee-Kanal beim Kreishafen. Obwohl es schon viele Stellplätze am Kanal gibt, glaubt die Gesellschaft an den Standort und setzt darauf, dass er ein neuer Hotspot für die Region wird.

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Auf dieser Freifläche zwischen Hafengelände und Hochbrücke soll ein Wohnmobilstellplatz entstehen.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. Die Stellplätze für Wohnmobile am Nord-Ostsee-Kanal sind begehrt. Davon will auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde profitieren. Die Eigentümerin und Betreiberin des Kreishafens plant, diese attraktive Lage direkt am Wasser neben der Eisenbahnhochbrücke für den Tourismus zu beleben.

 Es gibt bereits im Rendsburger Stadtzentrum an der Untereider 40 Stellplätze für Wohnmobile; direkt am Nord-Ostsee-Kanal bestehen 41 in Schacht-Audorf, 13 in Sehestedt und 49 in Schachtholm. 36 neue sind bereits gegenüber dem Kreishafen am Kanal geplant. Für Kai Lass wäre dieser weitere Stellplatz für also 40 Wohnmobile auf einer Fläche von 7200 Quadratmetern – etwa so groß wie ein Fußballfeld – keine Konkurrenz für die bereits vorhandenen. „Der Bedarf ist unbestritten. Unser geplanter Stellplatz, angrenzend an einen Industriehafen und an die anderen Plätze, ist idyllisch gelegen. Sie ergänzen sich sehr gut“, sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

 Lass zieht einen Vergleich: „Der Wohnmobilstellplatz am Fährhafen von Cuxhaven, auf einer gepflasterten Fläche neben dem Umschlaggelände, ist häufig ausgebucht.“ Der 37-Jährige spricht von Industriecharme und ist davon überzeugt: „Unser Stellplatz könnte ein neuer Hotspot für die Region Rendsburg werden.“

 Doch bis dahin dürfte es noch ein monatelanger Weg sein. „Wir sind mit Bauvoranfragen an die Stadt Rendsburg und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Kiel herangetreten, um die Bedingungen für die Errichtung eines Stellplatzes zu erfahren“, sagt Lass. Sobald Baurecht besteht, sollen die Bauarbeiten beginnen. Dann soll auch die Entscheidung fallen, ob es sich lohnt, den Platz mit freiem Blick auf den Kanal selbst zu betreiben, oder ob es sinnvoller ist, ihn an professionelle Hände zu verpachten. Eine Kalkulation über die Investitionskosten sei noch nicht erstellt.

 Für Kai Lass wird es Zeit, dass die gepflasterte Freifläche neben der Verladezone des Kreishafens ganzjährig genutzt wird. „Wir stehen zum Ruderwettbewerb der weltbesten Achter im Herbst und zu den Heringsfesten. Wir wollen den Platz deshalb so anlegen, dass diese Veranstaltungen weiterhin möglich sind.“

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Wolfgang Mahnkopf

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