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Fasziniert von der Natur Costa Ricas

Gettorf Fasziniert von der Natur Costa Ricas

Fast 10000 Kilometer liegen zwischen der Ostsee und Costa Rica. Dabei lohnt sich der Sprung über den Ozean, findet zumindest Wolfgang Böckeler: „Costa Ricas Natur ist faszinierend. Am Dienstag wird der ehemalige Vorsitzende des Fördervereins „Freunde des Tierparks Gettorf“ im i-Punkt-Natureum des Tierparks einen Foto-Vortrag zeigen.

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Mit Schlangen hat der ehemalige Vorsitzende des Fördervereins „Freunde des Tierparks Gettorf“ seine Forschungen begonnen. In Costa Rica gibt es die Bothriechis schlegelii (Greifschwanz-Lanzenotter). Das ist eine Schlange, die in sechs verschiedenen Farbvarianten auftritt.

Quelle: Wikipedia

Gettorf. Die Distanz ist wohl der Grund dafür, dass das Land in Lateinamerika vielen eher unbekannt ist. Dabei lohnt sich der Sprung über den Ozean, findet zumindest Wolfgang Böckeler: „Costa Ricas Natur ist faszinierend. Es gibt dort vielfältige Biotope mit einer außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenwelt.“ Der Zoologe ist schon rund 25 Mal nach Costa Rica gereist. Am Dienstag wird der ehemalige Vorsitzende des Fördervereins „Freunde des Tierparks Gettorf“ im i-Punkt-Natureum des Tierparks einen Foto-Vortrag über das zentralamerikanische Land halten und einen Einblick in dessen Natur und Geschichte geben.

 1994 war Böckeler zum ersten Mal in Costa Rica, damals im Rahmen seiner Forschungen an der Kieler Universität. Der Parasitologe hatte zuvor in Paraguay Parasiten in den Lungen von Schlangen erforscht. Für einige Jahre hatte er auch eine Gastprofessur an der Universität von Asunción inne. Nach einem Putsch 1989 verschoben sich die politischen Strukturen in Paraguay und Böckeler sah sich gezwungen, seine Forschungen an einem anderem Ort fortzuführen. „Durch Zufall bin ich dann auf Costa Rica gekommen“, sagt er.

 Fast jedes Jahr hat der 73-Jährige dann Exkursionen mit Studenten nach Lateinamerika unternommen. „Uns hat vor allem die Tierwelt interessiert. Es gibt dort so viele verschiedene Arten, die man hier gar nicht kennt. Sie passen sich an die unterschiedlichen Biotope Costa Ricas an. Da gibt es ganz fantastische Phänomene zu beobachten“, schwärmt Böckeler.

 Auch Schlangen, mit denen er ja seine Forschungen in Lateinamerika begann, begeistern ihn in Costa Rica: „Hier gibt die Bothriechis schlegelii (Greifschwanz-Lanzenotter). Das ist eine Schlange, die in sechs verschiedenen Farbvarianten auftritt.“

 Böckelers Schlangenkenntnisse waren auf seinen Reisen oft hilfreich, besonders an eine Situation erinnert er sich: Von lauten Vogelrufen angelockt, beobachtete die Exkursionsgruppe eine Schlange, die dabei war, das Nest eines Kolibris zur plündern. „Ein Junges hatte die Schlange bereits im Maul. Wir sahen es durch den Körper wandern.“ Weil Böckeler wusste, dass die Schlange nicht giftig war, griff er kurzentschlossen zu und zog sie vom Baum herunter. Die Schlange trollte sich und die übrigen Kolibri-Jungen waren gerettet.

 Inzwischen ist Böckeler nicht mehr als Hochschul-Dozent tätig. Nach Costa Rica reist er immer noch. Seit fast 15 Jahren organisiert er private Gruppenreisen in das Land zwischen Karibik und Pazifik, erst nur für seine Familie und Freunde, jetzt für jeden, der Lust hat. „Wir gehen auf den Touren sehr langsam und nehmen uns viel Zeit, alles zu sehen, was man auf den ersten Blick vielleicht nicht entdeckt“, sagt er. Auch in diesem Herbst bietet er wieder eine dreiwöchige Reise nach Mittelamerika an. Noch sind Plätze frei.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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