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Bio-Merino-Wolle mit Bananenfasern

Woll-Festival Kronshagen Bio-Merino-Wolle mit Bananenfasern

Das erste Woll-Festival in Kronshagen soll Anziehungs- und Treffpunkt für Fans von Stricken, Häkeln und Co. sein. Am Wochenende geht es los mit 30 Ausstellern und fünf Workshops. Organisiert hat das Festival die 26-jährige Kim Früchtnicht, die ihre Wolle selbst spinnt und färbt.

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Naturfaser ist wieder in Mode: Kim Früchtnicht spinnt und färbt ihre Wolle selbst.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Vor Jahren machten’s nur noch Omas oder Ökos: Jetzt sind Stricken und Häkeln allgemein wieder schwer in Mode. Am Wochenende, 7. und 8. Mai, jeweils von 10 bis 17 Uhr, steht das Bürgerhaus Kronshagen ganz im Zeichen des ersten Woll-Festivals der Region mit 30 Ausstellern aus ganz Deutschland und fünf Workshops.

 Als Kind träumte Kim Früchtnicht von der eigenen Schafherde hinten den grünen Bergen. Sie begann zu spinnen und zu stricken, doch irgendwann kühlte die Leidenschaft ab. Erst als ihre beiden Kinder auf die Welt gekommen waren, erinnerte sie sich an die frühe Freude, Wolle selbst zu spinnen. „Meine Kinder sollten kein Polyacryl auf der Haut tragen“, erzählt die 26-Jährige. Sie kaufte sich folglich Schafwolle und eine Handspindel.

 Als ihr das Weiß der Wolle allmählich zu monoton wurde, begann sie auch mit dem Färben. Über soziale Medien wie Facebook, in denen sie ihre handgemachten Unikate anbot, verschaffte sich Früchtnicht eine gewisse Bekanntheit, die sogar bis Österreich reicht: „Meine Färbungen erkennt man, ich mag es bunt.“ Besonders ihre Lila-Blau-Grün-Kombinationen sind beliebt. Aktuell spinnt sie gern mit Garn aus Yak- oder Bio-Merino-Wolle. „Wichtig ist mir, dass es weder Mensch noch Tier schadet.“ Sie mischt ihre Wolle unter anderem auch mit trendigen Materialien wie Bananenfaser, Muschel- und Milchseide.

 Schnell reifte die Idee für ein Woll-Festival. „Neu ist die Idee nicht. In den meisten größeren Städten gibt es seit Jahren ähnliche Events – nur im hohen Norden nicht“, sagt Kim Früchtnicht. Zuspruch erhielt sie von Handspinnern und -färbern aus Zentren wie Köln, München, Berlin und Hamburg. Den kürzesten Weg hat eine Kollegin aus Gettorf.

 In den begleitenden Workshops geht es um Spinnen und Stricken. „Man sollte wenigstens geradeaus stricken können“, nennt Früchtnicht die Voraussetzung. Anmeldungen sind über die Homepage oder noch am Sonnabend möglich. Die Organisatorin wählte das Bürgerhaus wegen seiner Barrierefreiheit als Veranstaltungsort aus. Der Eintritt ist frei.

 Mehr Infos gibt es auf www.wollfestival-kiel.de im Internet.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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