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Zeitreise auf dem Bauernmarkt

Molfsee Zeitreise auf dem Bauernmarkt

Es qualmt in der Kate Storm. Das ist eher ungewöhnlich, aber beim Bauernmarkt im Freilichtmuseum Molfsee - Landesmuseum für Volkskunde ist am Wochenende einiges anders als sonst: Unter dem Motto „Leben wie vor 200 Jahren“ sind geschulte Darsteller vor Ort, um das Leben im Jahr 1804 darzustellen.

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 In Molfsee geht es auf dem Bauernmarkt in der Zeit zurück.

Quelle: Sorka Eixmann

Molfsee. Eine spannende Geschichte für die Besucher. Denn nicht nur das Feuer, für das der Bauer, gespielt von Gerold Helms, Holz mit einer Axt zerkleinert, ist ein Beleg aus der damaligen Zeit, auch die Bewohner der Kate sind von Kopf bis Fuß original auf die gute, alte Zeit eingestellt.

Andrea Rohe gibt die Bauersfrau, sie erklärt den Besuchern gern, wie früher gelebt und gearbeitet wurde. „Die Franzosen waren ja schon fast überall gewesen, daher ist in unseren Kleidern auch schon die A-Linie zu finden“, sagt sie mit einem Schmunzeln. Wie viel Einfluß Religion damals hatte, ist auch deutlich zu erkennen: „Haare verschwinden fast komplett unter den Hauben“, beschreibt Rohe.

Während sie sich um das Essen kümmert, stampft die Magd (Sabine Tychssen) die Butter, eine weitere Magd (Henriette Ulrich) näht. „Über die Schulter schauen ist bei uns erwünscht, wir geben gern Auskunft“, erklärt Nils Kagel, Mitarbeiter im Museum und eigentlich zuständig für den historischen Gebäudebestand, aber auch Mitglied des Living-History-Programms aus dem Freilichtmuseum am Kiekeberg bei Hamburg.

„Die Kleidung ist selbst genäht, die Schuhe sind ebenfalls handgefertigt. Wir achten auf die Details“, betonen die Darsteller, die die Museumsbesucher gern mit auf die Reise in die Vergangenheit während des Bauernmarktes nehmen.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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