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Zieht das Museum ins Kesselhaus?

Teldec-Museum Nortorf Zieht das Museum ins Kesselhaus?

Am Montag entscheidet sich im Bauausschuss der Stadt Nortorf die Zukunft des Teldec-Museums. Die Ausschussmitglieder werden die Empfehlung aussprechen, ob das Schallplattenmuseum in das ehemalige Teldec-Kesselhaus einziehen soll oder nicht.

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Das Depot im Teldec Museum besteht schon seit drei Jahren. Lutz Bertram hofft, dass das Museum dort ganz einziehen darf.

Quelle: Gunda Meyer

Nortorf. „Im Kesselhaus hätten wir den nötigen Platz, um das Museum weiter entwickeln zu können“, sagt Bertram. Ideen habe der Förderverein schon viele. „Wir hätten dort endlich die Möglichkeit, Führungen für große Gruppen anzubieten.“ Bislang sei das auf dem beengten Raum am derzeitigen Standort am Jungfernstieg nicht möglich, obwohl es Anfragen dafür gebe. Die dortigen Räume mit rund 120 Quadratmetern reichten nicht aus, um die Exponate zeigen zu können, so Bertram. Das rund 700 Quadratmeter große Kesselhaus in zentraler Lage und an einem für die Schallplatte historischen Ort sei ideal.

Die Sanierung kostet 348.000 Euro

Dafür müsste die Stadt das Gebäude für 348.000 Euro sanieren. „Es gibt unter anderem keine Heizung und der Sanitärbereich ist nicht nutzbar“, erklärt Bertram. Auch Fassaden-Erneuerung, neue Fenster und eine energetische Sanierung stünden in diesem Fall an. Das Projekt hat aber gute Chancen Fördergelder von bis zu 100.000 Euro durch die Aktiv Region Mittelholstein zu bekommen.

Eine Machbarkeitsstudie des Beratungsinstituts FWI Hamburg, die bereits im Dezember 2015 vorlag, hält den Kostendeckungsgrad eines solchen Museums im Branchenvergleich für „überdurchschnittlich hoch.“ Und auch Bertram rechnet mit so vielen Besuchern pro Jahr, dass sich die Betriebskosten gedeckt werden können.

Die Folgekosten könnten für Diskussion sorgen

Ob der Bauausschuss das Projekt anstoßen wird, ist unklar. „Die Folgekosten könnten für Diskussionen sorgen“, erklärt Bürgermeister Horst Krebs (CDU) auf Nachfrage. Er selbst sehe die Errichtung positiv, da die einmaligen Kosten für den Bau eines Museums relativ gering ausfielen und der Förderverein das Museum in Eigenregie führen würde und die Folgekosten tragen könnte. Die SPD will sich nach Angaben von Manfred Kohn zu diesem Thema noch vorm Bauausschuss beraten.

Fest steht aber, dass das Museum nicht ewig im bisherigen Gebäude bleiben kann, da die Stadt auf dem Areal Wohnungsbau anstrebt. „Es gibt aber noch keinen festen Termin, wann das los geht“, sagt Krebs.

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