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„Stadt für sich“ packt ein

Zirkus Krone hat Gastspiel in Rendsburg beendet „Stadt für sich“ packt ein

Mit viel Applaus ist am Dienstagabend das Erlebnis Zirkus in Rendsburg zu Ende gegangen. Kaum ist der letzte Vorhang gefallen und das Licht in der Manege ausgegangen – dann beginnt für die Mitarbeiter des Zirkus Krone der Stress, denn bereits einen Tag später soll das Zelt in der nächsten Stadt stehen.

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Sorin Lazarescu baut den markanten Zaun im Eingangsbereich des Zirkus Krone ab. Innerhalb eines Tages verschwindet das Zelt und wird am neuen Spielort wieder aufgebaut.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. „Der Transport wurde in den letzten drei bis vier Tagen genau geplant“, sagte Pressesprecherin Susanne Matzenau während der letzten Vorstellung. Jeder Mitarbeiter habe eine spezielle Aufgabe, jeder Handgriff beruhe auf einer 110-jährigen Tradition. Alles greife ineinander wie bei einem gut geölten Uhrwerk. So seien die zwölf Elektriker für rund sieben Kilometer Kabel verantwortlich, die Artisten für ihre Requisiten.

 „Der Jongleur hat den leichtesten Job. Er muss sich nur um seine Kegel und Bälle kümmern“, sagt Susanne Matzenau lachend. Schwieriger hätten es schon die Künstler, die mit Trapez und Todesrad auftreten. Dafür müsse ein Spezialtransporter kommen.

 „Zirkus Krone ist eine ,Stadt für sich’“, sagt die Pressesprecherin. Fast 400 Menschen und 200 Tiere lebten in ihr. Es gebe eine eigene Schule, Küche sowie mehrere Handwerker. Reist der Zirkus, werde alles auf rund 330 Wohn-, Pack- und Gerätewagen verpackt und von 22 Zugmaschinen an den nächsten Spielort gezogen. Das seien für jeden Lkw zwischen fünf und sechs Fahrten. Da müsse genau geplant sein, was wann transportiert werde. Schließlich sollen die Wagen als erstes ankommen, die auch als erstes gebraucht werden.

 Ähnlich sieht es beim Abbau aus. Schon während der letzten Vorstellung wird im Umfeld des großen Zeltes gearbeitet. Dinge, die nicht mehr benötigt werden, werden in Wagen verstaut. Nach der Aufführung ist jede Hand gefragt. Eineinhalb Stunden dauert allein der Abbau des Zeltes. Sobald es zusammengepackt ist, kommt das 20-Tonnen-Ungetüm, es ist das größte mobile Zirkuszelt der Welt, auf den Lkw und wird zur neuen Spielstätte gefahren. Es ist eines der ersten Dinge, die wieder aufgebaut werden müssen. Wer den Zirkus Krone in Rendsburg verpasst hat: Vom 18. bis zum 22. September ist er auf dem Jugendspielplatz in Neumünster zu Gast. Erst in drei bis vier Jahren plant der Zirkus sein nächstes Gastspiel in Rendsburg.

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