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Zukunft des Kulturforums offen

Molfsee Zukunft des Kulturforums offen

Hat das Kulturforum Molfsee eine Zukunft? Vorsitzende Christine Bornhöft will nach 18 Jahren nicht weitermachen, Nachfolger sind nicht in Sicht, und an Sponsoren fehlt es auch. Findet sich keine Lösung, wird sich der Verein mit derzeit rund 120 Mitgliedern bei der Jahresversammlung am 16. Juni auflösen.

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Christine Bornhöft (Mitte), Gerd Finke und Sabine Stypmann blicken zurück auf 18 Jahre Kultur in der Räucherkate.

Quelle: Sven Janssen

Molfsee. Die Idee für den Verein kam von Ex-Bürgermeister Andreas Kulczak. Der kulturverwöhnte ehemalige Kölner attestierte seiner neuen Gemeinde ein „ziemliches Vakuum an kulturellen Veranstaltungen“ – das sollte das Kulturforum ab 1998 ausfüllen. Keine halben Sachen wollte man machen, sondern mit Professionalität und Anspruch an die Organisation von jährlich sechs Veranstaltungen gehen. Musik, Kabarett, Theater, Lesungen und vieles mehr standen auf dem Wunschzettel. 18 Jahre hielt man Wort und wich nicht vom Konzept ab. Der Pianist Caspar Frantz kam ebenso in die Räucherkate, wie Classic meets Jazz mit den Pianisten Jasmin und Gottfried Böttger, Schauspieler Matthias Beck trat auf und auch die Theaterformation Deichart bespielte die kleine Bühne.

 „Uns fehlen junge Menschen, die bereit sind, Zeit zu investieren“, beklagte Bornhöft mangelndes ehrenamtliches Engagement. Seit Jahren bemühe sich die 69-Jährige um Nachfolger, bislang ergebnislos. „Man muss für die Sache brennen. In diesem Sommer ist für mich endgültig Schluss, ich bin ausgebrannt.“ Drei Anläufe habe sie bereits genommen, diese Entscheidung sei definitiv. Schon 2005 waren dem Verein wichtige Sponsoren weggebrochen, die Gemeinde trägt seitdem ein Drittel des Defizits der Veranstaltungen.

 Jetzt hofft der Vorstand bis Juni auf neue Sponsoren und jüngere Menschen, die die Aufgaben schultern. „So ein Verein darf sich nicht auflösen“, sagte auch Stefan Gliwitzki von Tone Fish. Seine Band würde jederzeit kommen, um dem Verein finanziell mit einem Benefizkonzert zu helfen. „Ein Konzert wird es am 6. November auf jeden Fall noch geben“, sagte die Vorsitzende.

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