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SSW ist die stärkste Fraktion

Jugendkreistag SSW ist die stärkste Fraktion

Der SSW hat im Jugendkreistag von Rendsburg-Eckernförde das Sagen. Mit 30 Sitzen wurde die Partei der dänischen Minderheit stärkste Fraktion beim Planspiel am Dienstag im Kreishaus in Rendsburg. 64 Schüler aus fünf Schulen nahmen teil und übten Demokratie in der Praxis.

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Kreistagsmitglied Wolfgang Weiß (SPD) erläutert den Jugendlichen die Funktion des Kreistages.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. „Ich wollte einfach mal reinschnuppern“, sagt Vincent Seidler, Präsident des Jugendkreistages, am Dienstag. Die anderen Parteien habe er schon gekannt, nur mit dem SSW habe er sich noch nicht beschäftigt. „Ich wollte das mal ausprobieren“, meint der Schüler von der Theodor-Storm-Schule in Hohn. Auch in das Amt des Kreistagspräsidenten sei er eher rein gerutscht. Mit norddeutscher Gelassenheit nimmt er die Aufgabe an. „Das wird schon.“ Eine Karriere in der Politik kann er sich allerdings nicht vorstellen. „Ich hab meine Zukunft schon geplant“, sagt Vincent Seidler.

 Beim Jugendkreistag dürfen Schüler in die Rolle von Kreispolitikern schlüpfen, Fraktionen bilden, Anträge stellen, diskutieren – und später natürlich auch darüber abstimmen. Beraten werden sie dabei von Kreispolitikern. „Es gibt nur die Fraktionen, die auch Vertreter gesandt haben“, erläutert Wolfgang Weiß (SPD). „Außerdem dürfen sich die Schüler aussuchen, welcher Fraktion sie beitreten.“ Kein Wunder also, dass die Kräfteverhältnisse im Jugendkreistag nicht dem des echten Kreistags entsprechen. Der SSW hat an diesem Dienstag 30 Abgeordnete, die SPD 16, die Grünen 14 und der CDU ist mit vier Mitgliedern die kleinste Fraktion.

 Nach der Findungsphase geht es direkt an die politische Arbeit. Je Fraktion sollen die Schüler zwei Anträge ausarbeiten und danach darüber beraten. „Schülerbeförderung, Sportstättenbau – es sind schon jugendliche Themen, die in den Anträgen auftauchen“, sagt Ralf Kaufmann (CDU), „und das ist auch gut so. Wir wollen den Jugendlichen zeigen, dass sie etwas bewegen können, wenn sie sich politisch engagieren.“

 Gerade das politische Taktieren macht Gina und Katja aus Hanerau-Hademarschen Spaß. Sie versuchen als Fraktionsvorsitzende die anderen Parteien zu überzeugen, sich ihren Vorhaben anzuschließen. Angebote und Zugeständnisse machen, damit sie ein Vorhaben durchbekommen, finden die Schülerinnen spannend. „Es macht mehr Spaß, als eigene Vorschläge auszuarbeiten“, sagt Katja Stahnke, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Dass das nicht immer so klappt und dass sich die anderen Parteien vielleicht gegen sie verbünden, müssen sie schnell feststellen. Es ist wie im richtigen Leben.

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