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Einbrecher ziehen durch Flintbek

Kriminalität Einbrecher ziehen durch Flintbek

Es geschah am helllichten Tage und offenbar handelt es sich nicht um einen Einzelfall: Bei Michael H. aus Flintbek wurde eingebrochen. Die Täter kamen am Vormittag, irgendwann zwischen acht und 12 Uhr. Doch nicht nur im Bäckerberg waren Diebe unterwegs, laut Polizeisprecher Matthias Arends laufen die Ermittlungen zwar auf Hochtouren, aber noch ohne Erfolg.

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Einbrecher hinterlassen häufig ein Chaos. Gesucht wird meist nach Wertgegenständen wie Schmuck oder Bargeld.

Quelle: hfr

Flintbek. „Meine Frau und ich, wir waren beide zur Arbeit. Diese Zeit haben die Täter ausgenutzt“, mutmaßt Michael H. Als die älteste Tochter gegen Mittag nach Hause kommt, ruft sie sofort ihren Vater an: „Sie hat gesagt, irgendwas stimme nicht“, so der Flintbeker weiter. Die 17-Jährige sollte Recht behalten, Einbrecher hatten die Terrassentür aufgehebelt und das gesamte Haus nach Wertgegenständen durchwühlt. Immerhin hätten sie nicht randaliert, aber es sei wirklich jede Schublade geöffnet worden. „Selbst die Spardosen der Kinder waren kaputt geschlagen.“ Mit Schmuck und Bargeld entkamen die Täter, von denen bis heute jede Spur fehlt.

 Das Schlimmste daran sei das Gefühl, dass Fremde in der Privatsphäre gewühlt hätten, so H. weiter. „Das ist ein Gefühl, das uns immer noch beunruhigt.“ Der Vorfall im Bäckerberg ist kein Einzelfall, ähnliche Vorfälle hat es laut KN-Informationen bereits im Bereich der Vogelstange gegeben, auch in der Straße Achtern Hoff wurde vor rund sechs Wochen eine ältere Dame Opfer eines Einbruchs.

 „Eine Steigerung im Bereich Einbruchsdelikte ist erkennbar“, bestätigt auch Matthias Arends. 2014 habe es insgesamt neun Einbrüche gegeben, bis Juli 2015 sei diese Zahl bereits „geknackt“ worden. „Dennoch ist es im Vergleich zu anderen Städten noch eine relativ niedrige Zahl“, betont der Pressesprecher der Kieler Polizei.

 Bereits vor zwei Jahren hatte Ingrid Sindt das Pech, dass sie Einbrecher in ihrem Haus hatte. Auch damals war es am Tag, denn Sindt erinnert sich gut: „Ich war mit meinem Mann beim Arzt gewesen. Als wir zurückkamen war alles schon passiert, alles war durchgewühlt, Schubladen lagen auf dem Boden. Es war fürchterlich.“ Schmuck und Geld wurden gestohlen, am Unangenehmsten sei es jedoch zu wissen, dass Fremde im Haus gewesen seien, so Ingrid Sindt. Für sie stand fest: „Inzwischen kaufe ich nur noch Modeschmuck, und ich habe mir einen Hirtenhund-Mix zugelegt. Der passt auf.“

 Es gibt noch ein paar Tricks mehr, um Einbrecher vom Grundstück fernzuhalten. „Ein abgestelltes Auto simuliert, dass Menschen im Hause sind. Wir sind auch gern für Beratungsgespräche vor Ort“, betont Arends. Ganz wichtig: „Wenn verdächtige Fahrzeuge auffallen, lieber einmal mehr die Polizei informieren. Dafür sind wir da.“ Auch Bürgermeister Olaf Plambeck ist von den Vorfällen in der Gemeinde informiert. „Ich habe die Polizei gebeten, vermehrt Streife zu fahren, was auch gemacht wird. Ansonsten ist es wichtig, dass alle Bürger die Augen offen halten.“

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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