9 ° / 0 ° Regenschauer

Navigation:
Der Bundespräsident als Patenonkel

Bredenbek Der Bundespräsident als Patenonkel

Sie ist eine ganz normale Familie – nur eben etwas größer als andere: Familie Schöning aus Bredenbek. Mit Freya Elin kam im Juni das siebte Kind zur Welt. Nun hat Bundespräsident Joachim Gauck für das kleine Mädchen die Ehrenpatenschaft übernommen – wohl erstmals im Amt Achterwehr.

Voriger Artikel
Saugschläuche konnten kaum Wasser ziehen
Nächster Artikel
25-Kilo-Baken von Brücke geworfen

Eine ganz normale Familie und alle heißen Schöning (von links): Kim-Lea, Luna-Marie, Idalon, Mutter Mutter Daniela mit Freya Elin, Len-Aiden, Vater Florian, Louis-Kent und Celina.

Quelle: Torsten Müller

Bredenbek. „Niemand kann sich in der Amtsverwaltung an solch eine Ehrung erinnern“, räumt Amtsdirektor Joachim Brand ein. Einige Mitarbeiter seien bereits mehr als 20 Jahre dabei. Auch für Bredenbeks Bürgermeister Bartelt Brouer (SPD) ist dieser Kindersegen ein „historisches Ereignis“. Der Bundespräsident übernimmt jeweils beim siebten Kind auf Antrag die Patenschaft, um damit die besondere Verpflichtung des Staates gegenüber kinderreichen Familien zum Ausdruck zu bringen. Im vergangenen Jahr geschah dies bundesweit 550 Mal. Jede Patenschaft ist mit Urkunde und einem Geschenk von 500 Euro verbunden.

 Einiges ist bei einer neunköpfigen Familie doch schon anders: So mussten die Schönings mit zwei Autos zur Ehrung nach Achterwehr fahren. „Ab acht Insassen braucht man einen besonderen Führerschein“, sagt Vater Florian Schöning, der beruflich selbstständig und Mitglied der freiwilligen Feuerwehr ist. Mutter Daniela übernimmt das Alltagsmanagement: „Ich habe einen achtspaltigen Terminplaner; mit meinem Mann teile ich mir eine Spalte“, erzählt sie. Schulen, Fußball, Reiten ... die Aktivitäten von Celina (15), Kim-Lea (12), Luna-Marie (10), Len-Aiden (8), Louis-Kent (5), Idalon (3) und Freya Elin (drei Monate) sollen irgendwie organisiert werden – das klappt nicht immer. „Bei den Hobbys müssen einige Kinder auch mal zurückstecken, weil ich nicht weiß, wo ich zuerst hin soll“, schränkt die Mutter ein. Unverständlich findet sie, dass es bei Eintrittsgeldern mitunter nur Ermäßigungen für Familien mit zwei oder vier Kindern gibt. Für die anderen müsse nachgezahlt werden.

 Die Vision einer großen Familie gab es bei den Schönings nicht. „Es ist so passiert“, sagt die Mutter. Erst kamen die drei Mädchen, und dann wollte das Paar noch einen Jungen. „Nummer 7 war geplant“, versichert sie. Bis zum dritten Kind wohnte die Familie noch in einer Wohnung in Kiel. 2009 zog sie von Kiel nach Bredenbek in ein großes Haus, weil jedes Kind ein eigenes Zimmer haben sollte. „Jetzt muss ich nicht mehr sagen: Geht auf den Spielplatz! Sie können im Garten spielen“, sagt der Vater.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3