21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Geldsegen ist nur von kurzer Dauer

Felde Geldsegen ist nur von kurzer Dauer

Eigentlich kann sich die Gemeinde Felde freuen: Der jetzt einstimmig verabschiedete Jahresabschluss für 2015 fällt von den nackten Zahlen her wesentlich besser als geplant aus. Sowohl die Ergebnisrechnung als auch die Finanzrechnung weisen einen deutlichen Überschuss von insgesamt rund 1,5 Millionen Euro aus.

Voriger Artikel
Neue Aussteller auf dem Herbstmarkt
Nächster Artikel
Entspannung an der Höhenkontrolle

Im Nebel kaum zu sehen, aber deutlich spürbar im Felder Haushalt: Im Gewerbegebiet Klein Nordsee sprudelt die Gewerbesteuerquelle derzeit kräftig.

Quelle: Torsten Müller

Felde. „Eigentlich fahren wir auf den Felgen“, relativiert Rolf Sebelin (BFF/CDU), neuer stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses. Zahlreiche geplante Ausgaben, wie etwa die 700000 Euro für den Anbau an den Kindergarten, fielen im vergangenen Jahr gar nicht an. Die Rechnungen zahlt Felde erst in diesem Jahr. Genauso verhält es sich mit den Schulkostenbeiträgen an andere Kommunen. Sebelin geht dabei von einer Größenordnung von mehr als 200000 Euro aus.

 Auch das große Plus in Höhe von 360000 Euro bei der Gewerbesteuer hat keine Signalwirkung für kommende Jahre. „Das ist eine einmalige Geschichte“, erläutert Kämmerer Marco Carstensen. Der Geldsegen gehe auf eine gesonderte Gewerbesteuerzahlung zurück. Wenn auch einmalig, so Carstensen, zeige das Steuerplus immerhin, dass sich die Errichtung des Gewerbegebietes Klein Nordsee langsam auszahle.

 Das Geld kann die Gemeinde gut gebrauchen, denn der Ergebnisplan für 2016 endet voraussichtlich mit einem Defizit von gut 400000 Euro. Zudem sind Ausgabeermächtigungen beschlossen worden, wie etwa für eine neue Asphaltdecke auf dem Ranzeler Weg, die mit mehr als 100000 Euro zu Buche schlägt. Die angenommene Erhöhung der Amtsumlage um etwa 55000 Euro fällt offenbar wesentlich geringer aus, weil die beiden großen Liegenschaften des Amtes mit Flüchtlingen belegt wurden.

 Auch für 2017 hat Felde bereits Pflöcke eingeschlagen: Für das neue Feuerwehrauto LF 10 sind 175000 Euro fest einkalkuliert. Das aktuelle Ausschreibungsergebnis fiel allerdings höher aus; deshalb wird das Leistungsverzeichnis derzeit fachlich überprüft. Noch schwer zu kalkulieren ist, was durch die Kontrolle der Entwässerungssysteme, vor allem im Bereich der Dorfstraße, auf die Gemeinde zukommt. Das Filmen der Regenkanäle muss zügig in Angriff genommen werden, weil das Land die L48/Dorfstraße im kommenden Jahr sanieren will.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3