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Gute Noten für den neuen Bürgermeister

Kronshagen Gute Noten für den neuen Bürgermeister

Joggen? Fußball? Für das gewohnte Fitnessprogramm hat Ingo Sander kaum mehr Zeit. Die 60-Stunden-Woche des neuen Kronshagener Bürgermeisters verlangt andere Prioritäten. Doch der persönliche Einsatz lohnt sich offenbar: Der 43-Jährige bekommt nach 100 Tagen im Amt gute Noten.

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100 Tage im Amt: Bürgermeister Ingo Sander (CDU) freut sich über das große Interesse an der Entwicklung des Ortskerns.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Es sind so Sätze wie dieser aus der jüngsten Einwohnerversammlung, die den Leuten gefallen: „Wir sind in diesem Fall als Gemeinde nicht zuständig, aber ich kümmere mich darum“, versprach der Rathauschef. Das ist bei ihm keine Floskel. Servicegedanke und Verbindlichkeit verschmelzen bei Ingo Sander zum Programm. „Ich schätze seine offene und ehrliche Art. Er sagt nicht gleich nein, sondern versucht, Lösungen zu kreieren“, sagt Hauke Petersen, Vorsitzender des Gewerbe- und Handelsverein. TSV-Chef Peter Rinio erlebt Sander als „angenehmen Gesprächspartner“. Er sei sehr aufgeschlossen, informiert und interessiert. Eicke Paysen (FsK) charakterisiert ihn so: „Er hört zu, überlegt und gibt sorgfältig Antworten.“ Renate Graetsch (UKW) gefällt, dass Sander immer sofort reagiert und kurzfristig Termine möglich macht. Noch fehlten allerdings kritische Situationen, in denen er sich hätte bewähren müssen. Aus Sicht von Uwe Hartwig, Vorsitzender des Seniorenbeirates, ist der Neue ein „absoluter Gewinn“. Er lasse sich auf Ideen ein und entschuldige sich sogar, wenn er nicht zu einer Sitzung kommen könne. Hartwig befürchtet allerdings, dass er sich übernehmen könne.

 Ingo Sander weiß, dass sein Motor derzeit auf sehr hohen Touren läuft: „Ich bin immer noch dabei, mich in Themen einzuarbeiten. Die Bandbreite ist enorm.“ Es sei allerdings die Frage, wie viel Tiefgang man als Bürgermeister brauche. Da offene Kommunikation seinen Stil prägt, muss er viele Gespräche führen. So ist aus seiner ursprünglich geplanten Bürgersprechstunde eine Vielzahl von individuellen Sprechstunden geworden. „Ich bin noch in der Findungsphase“, räumt er ein. Um mehr von den Kronshagenern zu erfahren, die ihre Anliegen als zu gering bewerten, um sie ins Rathaus zu tragen, denkt er darüber nach, sich mehr im Ort zu zeigen und einen regelmäßigen Stand auf dem Wochenmarkt einzurichten. „Mir macht so etwas Spaß. Ich möchte nicht nur im Zimmer sitzen und bei geschlossenen Türen Akten studieren“, sagt er. Doch Ingo Sander ist als Rathauschef nicht nur ein Sammler von Informationen – er entscheidet auch. „Wo in der Verwaltung an Stellschrauben gedreht werden muss, werde ich drehen“, stellt er klar.

 Der Bürgermeister freut sich über das große Interesse an der Ortskernentwicklung. „Nach vielen Jahren des Planens sind wir auf der Zielgeraden.“ Die Umgestaltung biete wegen der öffentlichen Förderung eine große Chance. Beim Rahmenplan sei aber noch längst nicht alles in Stein gemeißelt. „Jeder kann sich zu Wort melden“, betont Sander.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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