27 ° / 11 ° heiter

Navigation:
Weit von schwarzen Zahlen entfernt

Kronshagens Haushalt Weit von schwarzen Zahlen entfernt

Die Ausgaben der Gemeinde Kronshagen übersteigen die Einnahmen bei Weitem. Diese trübe Einsicht vermittelt der Entwurf des Etats 2016, den Bürgermeister Uwe Meister im Finanzausschuss vorlegte. Im Ergebnishaushalt klafft eine Lücke von 1,9 Millionen Euro. Auch mittelfristig ist keine schwarze Zahl zu erwarten.

Voriger Artikel
So günstig wie vor neun Jahren
Nächster Artikel
Treppenhaus soll bunter werden

Ausbau der Möllerstraße im Ortsteil Kopperpahl: 315
000 Euro sind dafür im Haushalt 2016 vorgesehen.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Kronshagen. Die Ausgaben der Gemeinde Kronshagen übersteigen die Einnahmen bei Weitem. Diese trübe Einsicht vermittelt der Entwurf des Etats 2016, den Bürgermeister Uwe Meister im Finanzausschuss vorlegte. Im Ergebnishaushalt klafft eine Lücke von 1,9 Millionen Euro. Auch mittelfristig ist keine schwarze Zahl zu erwarten.

 Seit Jahren lebt Kronshagen mit diesem Missverhältnis. Finanziert wird zunehmend über die Rücklage oder die Aufnahme von Krediten. Die liquiden Mittel schrumpfen zum Jahresende von 11,9 Millionen auf voraussichtlich 6 Millionen Euro. In gewohnter Regelmäßigkeit kündigen die Fraktionen zum Jahresbeginn an, die Ausgaben im kommenden Jahr verringern zu wollen – doch bei diesem Ritual bleibt es. Die Fachausschussbudgets liegen 2016 mit insgesamt 4,2 Millionen gut eine halbe Million Euro über den Ansätzen des Vorjahres.

 Dass der Finanzmotor noch nicht zum Stehen gekommen ist, liegt vor allem am Kronshagener Glück: Unerwartete Gewerbesteuerzahlungen halfen, Löcher zu stopfen. 2016 macht sich dieser Geldsegen der Vorjahre jedoch negativ bemerkbar: Weil sich die allgemeinen Schlüsselzuweisungen des Landes auch daran bemessen, rechnet die Kämmerei nur mit 10800 Euro. In diesem Jahr flossen noch knapp 1,9 Millionen Euro.

 Zudem steigt die Kreisumlage durch die höheren Gewerbesteuererträge um rund 300000 Euro. Sollte der Kreistag die Umlage wegen der hohen Kosten für die Unterbringung von Asylbewerbern um zwei Prozentpunkte anheben, würde dies mit zusätzlich 250000 Euro zu Buche schlagen. Die erfreuliche Einnahmesteigerung bei der Einkommensteuer könnte Kronshagen dann gleich nach Rendsburg weiterleiten.

 Wie alle Kommunen ist auch Kronshagen durch die Unterbringung von Flüchtlingen finanziell und ideell gefordert. Doch auch die Ortskernplanung erfordert im kommenden Jahr knapp eine Million Euro. Die Erschließung des Gewerbegebietes Ottendorfer Weg kostet 1,6 Millionen Euro. Für den Ausbau der Kieler Straße sind 470000 Euro, für die Möllerstraße 315000 Euro und für den Max-Bierend-Weg 150000 Euro eingeplant.

 Ob das Großprojekt Sporthalle/Flüchtlingsunterkunft am Suchsdorfer Weg überhaupt finanzierbar ist, hängt auch von der Kommunalaufsicht des Kreises ab. Die vorgesehenen Kreditaufnahmen bedürfen der Genehmigung, weil der Ergebnishaushalt nicht ausgeglichen ist. Die Behörde muss beurteilen, ob Kronshagens Kreditverpflichtungen noch mit der dauernden Leistungsfähigkeit der Gemeinde in Einklang stehen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3