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Kreis will Schülerverkehr einschränken

Kronshagen Kreis will Schülerverkehr einschränken

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde will den Schülerverkehr vom Gymnasium Kronshagen nach Achterwehr einschränken. Der Bus nach der siebten Stunde soll aus Kostengründen entfallen. Die Umsetzung war bereits zum Schuljahresbeginn geplant, wurde nach Protesten aber zunächst ausgesetzt.

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Schüler vom Gymnasium Kronshagen kommen später nach Hause: Der Kreis will den Bus nach der 7. Unterrichtsstunde in Richtung Achterwehr streichen, obwohl er ausgelastet ist.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. „Das ist ein Unding. Der Bus muss für die Schüler unbedingt erhalten bleiben“, protestiert Achterwehrs Bürgermeisterin Anne Katrin Kittmann (SPD). Ihr Quarnbeker Kollege Klaus Langer (Grüne) spricht von einer „Benachteiligung des ländlichen Raums“. Ingo Sander (CDU), Bürgermeister von Kronshagen, befürchtet „negative Auswirkungen in vielerlei Hinsicht“. Eltern laufen gegen das Vorhaben aus Rendsburg Sturm. Sie drohen unverhohlen mit einem Schulwechsel.

 Nach Angaben von Volker Breuer, Fachdienstleiter Regionalentwicklung beim Kreis, hat die Verwaltung den Auftrag erhalten, nach Kosteneinsparungen zu fahnden. Bei der Überprüfung des Schülerverkehrs sei aufgefallen, dass die jetzige Regelung in Kronshagen nicht der Satzung des Kreises entspreche. Danach ist für Schüler eine Wartezeit von 60 bis 90 Minuten zumutbar. Die Busse der Autokraft-Linie 640 fahren derzeit jeweils um 13.40, 14.21 und 15.10 ab. Künftig würde der ausgelastete Bus um 14.21 Uhr entfallen.

 Das Pikante: Der Kreis hat die Linien-Taktung zum Schuljahr 2009/10 selbst eingeführt. Warum die Behörde dabei seinerzeit gegen die eigene Satzung handelte, kann Breuer nicht mehr rekonstruieren. Auch die Nachfrage nach der möglichen Kosteneinsparung ließ er offen. Der Kreis trägt zwei Drittel der Kosten, Kronshagen ein Drittel.

 Norbert Sieverding, Leiter des Gymnasiums, erinnert sich dagegen noch gut an die Zusammenhänge: „Die Einführung von G8 war mit der Garantie für die Eltern verbunden, dass für die Kinder die Busanbindung nach der sechsten bis achten Stunde gewährleistet ist und sie spätestens um 15 Uhr zu Hause sind.“ Für ihn ist klar, dass Politik und Schulträger für G8 bestimmte Rahmenbedingungen schaffen müssen, damit der Schultag für die Kinder erträglich bleibt. Morgens fahre die Linie 640 bereits um 6.44 Uhr aus Achterwehr ab. Durch den Wegfall nach der 7. Stunde verschiebe sich die Rückkehr bis auf 16 Uhr. Bürgermeister Langer, selbst Mitglied im Regionalentwicklungsausschuss des Kreises, befürchtet Nachteile für das Dorfleben, wenn Kinder nicht mehr an Angeboten von Sportvereinen und Jugendfeuerwehren teilnehmen könnten, weil sie vom Schulalltag erschöpft seien.

 Die vom Kreis erhoffte Kosteneinsparung sieht Sieverding kritisch: Die Schüler würden sich auf andere Termine verteilen, sodass ein zusätzlicher Bus eingesetzt werden müsste. Meldeten Eltern ihre Kinder auf Gymnasien in Kiel an, müssten Schulkostenbeiträge gezahlt werden.

 Der Regionalentwicklungsausschuss befasst sich am Mittwoch um 17 Uhr im Hofcafé Pohlsee in Langwedel mit dem Thema.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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