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Den Einwohnern stinkt’s im Ortskern

Kronshagen Den Einwohnern stinkt’s im Ortskern

Volles Bürgerhaus am Dienstagabend: Etwa 200 Kronshagener kamen zur Einwohnerversammlung, zu der Bürgervorsteher Bernd Carstensen (CDU) eingeladen hatte, um über aktuelle Entwicklungen in der Gemeinde zu berichten. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, um auf Probleme hinzuweisen.

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Viele Themen beschäftigen die Kronshagener: Wildpinkler, Krähen-Alarm und zu viel Straßenverkehr. Rund 200 Besucher kamen zur Einwohnerversammlung ins Bürgerhaus Kronshagen.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. „Wann bekommen wir eine öffentliche Toilette im Ortskern?“, fragte Ute Sepke. Der Bedarf sei groß, da das Rathaus am Nachmittag geschlossen sei. Für Menschen mit Behinderung sei das besonders prekär. „Die trauen sich nicht mehr aus dem Haus“, sagte sie. Diese Menschen hätten im Notfall nicht mal die Möglichkeit, bei Steiskal auf Toilette zu gehen, da sie die Treppen nicht hinabsteigen könnten. Elisabeth Ratzow beobachtet eine weitere Folge des Mangels: Sie sichtet zunehmend „Wildpinkler“ im Bereich des ehemaligen Springbrunnens an der Ladenzeile. „Da stinkt es gewaltig.“ Besonders die „Herren der Schöpfung“ nähmen überhaupt keine Rücksicht, betonte sie verärgert.

 „Ich kann Ihnen nur zustimmen. Wir brauchen eine öffentliche Toilette im Ortskern“, sagte Bürgermeister Ingo Sander (CDU). Politisch war das Thema seit Jahren bis zur Umsetzung der Ortskernplanung zurückgestellt worden. Sander macht sich jedoch für eine kurzfristige Lösung stark. Noch im Herbst will er eine Vorlage im zuständigen Ausschuss einbringen. Derzeit lasse er die Kosten für eine Toilettenanlage ermitteln.

 Hans-Dieter Bämpfer fühlt sich häufig um den Schlaf gebracht: „Mir gehen die Krähen auf den Geist.“ Auf dem Gelände der Bundeswehr habe sich mittlerweile eine große Population entwickelt, sodass er wegen des Lärms gar kein Fenster mehr aufmachen könne. Auch Birgit Melson berichtete von einer unliebsamen Begegnung: „Ich bin von einer Krähe angegriffen worden.“ Guter Rat ist in diesem Fall jedoch teuer. „Diese Vögel stehen unter Naturschutz. Einfangen oder Abschuss sind nicht möglich“, sagte der Bürgermeister. Auch eine Verbrämung durch die Bundeswehr war bisher nicht von dauerhaftem Erfolg gewesen.

 Frau Porschke wies auf den nach ihrer Beobachtung zunehmenden Durchgangsverkehr in der Kieler Straße hin. Dieser komme von der Anschlussstelle Kronshagen-Süd der Bundesstraße 76 und führe Richtung Ottendorf/Quarnbek. „Wenn der Ortskern zurückgebaut wird, wird es einen Rückstau geben, von dem auch andere Straßen betroffen sein könnten“, prophezeite Porschke. Sie wollte wissen, ob schon Gespräche mit der Stadt Kiel wegen der Verlegung der Landesstraße geführt worden sei. Der Bürgermeister teilte den Eindruck der Zunahme, kann ihn aber nicht mit Zahlen belegen. „Ich gehe davon aus, dass die Landesstraße bestehen bleibt“, sagte er. Möglicherweise lasse das Land jedoch Tempo 30 im Ortskern zu, sodass die Durchfahrt unattraktiver werde.

 Zum umstrittenen Thema Ortskernentwicklung kündigte der Bürgervorsteher eine gesonderte Einwohnerversammlung am Dienstag, 4. Oktober, um 19 Uhr im Bürgerhaus an.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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