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Neue Laufbahn kostet 600000 Euro

Kronshagen Neue Laufbahn kostet 600000 Euro

Andreas Fuchs, Leiter der Leichtathletik-Sparte beim TSV Kronshagen, kann sich als einer der wenigen noch genau an das Jahr der Einweihung erinnern: 1980. Vor 35 Jahren wurde auf dem Sportplatz 3 am Suchsdorfer Weg die 400-Meter-Laufbahn errichtet – das ist lange her. Mittlerweile entspricht die Kampfbahn Typ C nicht nur nicht mehr dem Stand der Technik, sondern sie stellt auch eine Verletzungsgefahr dar.

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Nach 35 Jahren soll die 400-Meter-Laufbahn auf dem Sportplatz 3 am Suchsdorfer Weg erneuert werden. Der Belag hat sich so verhärtet, dass Unfallgefahr besteht.

Quelle: TM

Kronshagen. Die Tennenbahn mit Weitsprunganlage soll jetzt in einem Rutsch für etwa 600000 Euro mit einem Kunststoffbelag erneuert werden. Im Haushalt 2015 waren bisher nur 335000 Euro verankert.

 Die Schilderung von Landschaftsarchitekt Arne Siller in der gemeinsamen Sitzung des Sport- sowie des Haupt- und Finanzausschusses war eindrücklich: Nur unter Einsatz schweren Gerätes sei es überhaupt möglich gewesen, Bohrproben zu entnehmen. Die jetzige Tennenbahn besteht aus mehreren Schichten, unter anderem aus Abfallprodukten der damaligen Hochofenindustrie des Ruhrgebietes. Aus heutiger Sicht gilt das Material als belastet, aber nicht nur das: Die Schlacke ist karbonisiert und knallhart; sie lässt auch kein Wasser mehr durch – Läufer bewegen sich wie auf Beton. Bei der Erneuerung in diesem Jahr müssen 30 Zentimeter Deckschicht entsorgt werden.

 Auslöser für die kostspielige Sanierung war ein Antrag des Gymnasiums. Leiter Norbert Sieverding räumte ein: „Wir haben ihn gestellt, ohne die Kosten zu kennen, die erschlagend sind.“ Dennoch empfahl er eine Sanierung in einem Rutsch, damit die Schüler des Sportprofils nicht zur Kieler Uni ausweichen müssten. Trotz Haushaltsdefizits sprachen sich die Ausschüsse jeweils einstimmig für die Sanierung in einem Rutsch und mit einer dauerhafteren Beschichtung aus. Da die Gemeinde derzeit viel Geld für die Unterbringung von Flüchtlingen ausgeben muss, war für Thomas Kahle (CDU) das Signal wichtig, „dass andere Aufgaben in der Gemeinde nicht vergessen werden“. Weiter gehende Wünsche nach der Installation einer Flutlichtanlage erfüllten die Ausschüsse aber nicht. Tenor: 35 Jahre lang ging es schließlich auch ohne.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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