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Neue Pläne für Solarpark an der A210

Felde Neue Pläne für Solarpark an der A210

Gerriet Arndt ist so etwas wie ein Stehaufmännchen in Sachen Sonnenenergie. Nachdem der Hamburger Projektentwickler in Bredenbek/Bovenau mit einem Solarpark entlang der Autobahn 210 zu Boden ging, zeigt er nun weiter östlich Flagge. Bei seiner Projektvorstellung in Felde stieß er auf wohlwollendes Zuhören.

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In Felde sollen die Solarmodule auf den Flächen hinter dem Bauernhof beiderseits der Autobahn 210 aufgestellt werden: links auf dem Acker und rechts auf dem grünen Feld hinter der Abfahrt Achterwehr. Die Anlagen müssen so angeordnet werden, dass Bäume sie nicht beschatten.

Quelle: Sven Janssen

Felde. Auch in den Gemeinden Emkendorf und Schönbek ist der Geschäftsführer der Solarwind Projekt GmbH aktiv. Immer geht es um den gleichen Inhalt: auf einer zehn bis 15 Hektar großen Fläche entlang einer Autobahn oder an einer Bahntrasse bis zu 40000 Photovoltaik-Module aufzustellen. Damit könnten knapp zehn Megawattstunden Strom im Jahr erzeugt werden. Diese Leistung entspräche etwa der von drei Windrädern. Damit ließe sich ganz Felde versorgen. Als Einspeisepunkt ist das Umspannwerk an der Zufahrt nach Krummwisch (Strohweg) vorgesehen. Arndt rechnete jetzt im Felder Palnungsausschuss mit etwa sieben Cent Fördervergütung pro ins Netz abgegebener Kilowattstunde.

 Wer das Projekt auf den Feldern von Hof Steinblink beiderseits der A 210 – von Höhe Autobahnabfahrt Achterwehr in Richtung Bredenbek – finanziert, ist noch unklar. Nach Angaben von Arndt hat sich der Landwirt aber bereit erklärt, die Äcker für zunächst 20 Jahre zu verpachten. Die Anlagen könnten im Anschluss wieder rückstandslos entfernt werden.

 Nach Darstellung des Geschäftsführers geht von den 20 Grad nach Süden geneigten Modulen keine Blendwirkung und keine Lärmimmission aus. „Die elektromagnetischen Wellen und Felder unterschreiten regelmäßig die Grenzwerte“, betonte Arndt. Flora und Fauna seien nicht betroffen. Die Überwachung der Anlage erfolge von Hamburg aus über Videokameras.

 Arndt rechnet mit einem Zeitrahmen von 18 bis 24 Monaten für die Bauleitplanung. Erst wenn die Gemeinde den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan fasst, wird das Ausschreibungsverfahren gestartet. Doch was springt für die Gemeinde durch den Solarpark heraus? Nach Angaben von Arndt fließt die Gewerbesteuer zu 70 Prozent nach Felde, 30 Prozent an den Firmensitz. Zudem zahle der Flächenbesitzer Steuern an die Gemeinde.

 Bernd-Uwe Kracht (WF) machte sich Sorgen um den Rückbau: „Das sind abenteuerliche Projekte, die betriebswirtschaftlich hochgradig bedenklich sind.“ Andreas Kreft (SPD) lobte das Vorhaben als „ökologisch gut“. Die dänische Insel Ærø werde auf diese Weise versorgt. Peter Dzierzon (Grüne) hob die erhebliche CO2-Einsparung positiv hervor. Nach Angaben von Arndt wären das gut 5000 Tonnen pro Jahr weniger.

 Eine Entscheidung für das Projekt fiel im Planungsausschuss nicht. „Die neuen Informationen müssen wir erst mal sacken lassen“, sagte Andreas Kreft.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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