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Wohnhäuser auf dem alten Hof Biernd

Ottendorf Wohnhäuser auf dem alten Hof Biernd

Jahrelang schlummerte Ottendorf im Dornröschenschlaf. Jetzt kommen die Veränderungen Schlag auf Schlag: die Erweiterung von Kindergarten und Feuerwache sowie die Erschließung des Neubaugebietes am Kanalweg. Zudem wird eine neue Zukunft auf einem der ältesten Plätze geplant: dem Hof Biernd neben der Feuerwache.

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Voraussichtlich im Herbst wird der alte Hof Biernd abgerissen. Auf dem 6500 Quadratmeter großen Gelände sollen bis zu sieben Einfamilienhäuser entstehen.

Quelle: Torsten Müller

Ottendorf. Der jetzt verwaiste Hof gehört zu den vier alten Hufenstellen. Wie die Ortschronik berichtet, lässt sich die Familie Biernd laut Einträgen in den alten Kieler Kirchenbüchern bis zurück ins Jahr 1652 in Ottendorf nachweisen. Im vergangenen November ging diese Tradition zu Ende. Martina Schreuder, geb. Biernd, verlagerte ihre Reitschule nach Quarnbek auf den Hof Dorotheental. Bereits Anfang der 90er Jahre hatte ihr Bruder die Milchviehhaltung aufgegeben. Pferde zogen stattdessen ein.

 Jetzt hat die Gemeinde für das etwa 6500 Quadratmeter große Gelände den Aufstellungsbeschluss für eine Innenbereichssatzung gefasst. Für das Gebiet gibt es keinen Bebauungsplan. Die Klarstellungs- und Ergänzungssatzung gilt für den Bereich südlich der Dorfstraße, östlich der Kreisstraße nach Melsdorf und westlich der Feuerwache.

 Die Melsdorfer Firma Böttcher Haus-Exklusiv hat das Grundstück erworben. Sie will darauf in zwei Reihen insgesamt sieben Einfamilienhäuser errichten. Geschäftsführer Wolfgang Böttcher lobt die Gemeinde: Sie habe sich sehr kooperativ verhalten. Ottendorf ist daran interessiert, dass sich auf dem ehemaligen Hof rasch eine gewünschte Zukunft einstellt. „Wir wollen keine Bauruine“, sagt Bürgermeisterin Sabine Sager (CDU). Auch für Hans-Helmut Freund (SPD), Vorsitzender des Bauausschusses, ist klar, dass im Dorfmittelpunkt „etwas Attraktives entstehen muss“, das zu Ottendorf passe. Die früheren Pläne eines anderen Investors erschienen zu groß.

 Das Kieler Architektenbüro Jänicke und Blank erhielt von der Gemeinde den Auftrag, einen Rahmen für die Bebauung zu entwickeln sowie Vorschläge für Baugrenzen, Ausnutzung der jeweiligen Grundstücke und Gebäudehöhen zu machen. Der Abstand zur Au muss gewahrt bleiben; auch der ehemalige Reitplatz soll nicht bebaut werden. Böttcher rechnet damit, dass die Hofgebäude im Herbst abgerissen werden und dann zügig mit dem Bau begonnen werden kann. Voraussichtlich am 19. September beginnt gegenüber die Erschließung des Neubaugebietes mit 22 Grundstücken.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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