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Schulbus soll erhalten bleiben

Kronshagen Schulbus soll erhalten bleiben

Der Protest gegen die Schülerbeförderungspläne des Kreises Rendsburg-Eckernförde zieht immer weitere Kreise. Der Schulausschuss in Kronshagen sendete am Dienstag klare Signale nach Rendsburg: Einstimmig forderte das Gremium, den Schulbus nach der siebten Stunde in Richtung Achterwehr zu erhalten.

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Wollen nicht erst um 16 Uhr zu Hause sein: Diese Schüler des Gymnasiums und der Gemeinschaftsschule Kronshagen fahren mit dem Bus nach der siebten Stunde. Er bringt sie bis zur Bullenkoppel in Achterwehr.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Eltern und Bürgermeister der betroffenen Umlandgemeinden sind bereits gegen die Sparpläne Sturm gelaufen, weil die Kinder künftig länger warten müssten und erst gegen 16 Uhr zu Hause wären. Wegen der Dringlichkeit beantragte Andrea Linfoot (CDU), Vorsitzende des Ausschusses, die nachträgliche Aufnahme des Punktes auf die Tagesordnung. Bürgermeister Ingo Sander (CDU) berichtete zunächst davon, dass er verwundert gewesen sei, als der Kreis unmittelbar vor den Sommerferien die Gemeinde darüber informiert habe, die Finanzierung des Schulbusses um 14.21 Uhr kurzfristig zum neuen Schuljahr einzustellen. Die Kosten des 2009 eingerichtete Busses teilen sich Kreis (zwei Dritteln) und Gemeinde (ein Drittel). Nach Informationen dieser Zeitung geht es um ein Einsparpotenzial von etwa 18000 Euro pro Jahr. Sander bezweifelt, dass der Einspareffekt tatsächlich eintritt. Norbert Sieverding, Leiter des Gymnasiums, wies darauf hin, dass bei einer Schülerverlagerung auf den Bus nach der achten Stunde (15.15 Uhr) wegen des Andrangs zwei Wagen erforderlich wären. Auch Schüler der Gemeinschaftsschule müssen Richtung Achterwehr.

 „Offenbar ist nicht allen bewusst, dass der Bus nach der siebten Stunde die Regelabfahrt aus Kronshagen ist“, sagte Sieverding. Die Mehrzahl der Schultage habe sieben Unterrichtsstunden. Beim Gymnasium sind 99 Schüler aus dem Bereich des Amtes Achterwehr berechtigt, ein Busticket zu bekommen. Je nach Tag nutzen 46 bis 19 Kinder der fünften bis neunten Klassen die Abfahrt um 14.21 Uhr. Bei der Gemeinschaftsschule sind Angaben von Rektor Norbert Czysewski montags 70 und donnerstags 47 Kinder zur Fahrt nach der siebten Stunde berechtigt. „Längere Wartezeiten sind nicht zumutbar“, sagt er.

 Auch Katharina Weisner aus Quarnbek, Schülervertreterin am Gymnasium, lehnt das Warten bis auf den Bus nach der achten Stunde um 15.15 Uhr ab: „Dann bleibt noch weniger Zeit für Hausaufgaben und Freizeitaktivitäten.“ Zudem seien die Busse schon jetzt ziemlich voll, sodass man häufig stehen müsse. Für zahlreiche Schüler, die in Bredenbek, Klein Königsförde oder Felde wohnen, ist die Endstation in Achterwehr noch längst nicht das Ende ihrer Rückfahrt. „Einige Kinder müssten tatsächlich mehr als 90 Minuten warten“, sagt Bürgermeister Sander, der dies auch dem Kreis mitgeteilt hat. Wegen der Überprüfung wird der Bus zunächst weiter fahren. Die Kreisgremien entscheiden voraussichtlich im Oktober.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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