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In Zukunft nur noch papierlos

Kronshagen In Zukunft nur noch papierlos

Es ist eine große Papierflut: Karl-Heinz Peetz, Mitarbeiter im Kronshagener Rathaus, stellt im Jahr etwa 65000 Kopien von Sitzungsunterlagen für die Gemeindevertreter und Mitglieder von Ausschüssen sowie Beiräten her. Ab 2017 wollen die politischen Fraktionen nur noch digital informiert werden.

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Die kopierten Sitzungsunterlagen verteilt Karl-Heinz Peetz, Mitarbeiter im Rathaus, in die Fächer von Gemeindevertretern und anderen Mitgliedern.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Haupt- und Finanzausschuss für die papierlose Zukunft stark gemacht. Für die Umsetzung stellte die Gemeindevertretung 25000 Euro im Haushalt 2016 zur Verfügung. Doch die Verwaltung kann noch nicht liefern, wie sie jetzt im zuständigen Ausschuss einräumte. Das Thema ist in seinen Auswirkungen komplexer und bedarf längerer Vorbereitung. Für Bürgermeister Ingo Sander (CDU) wäre auch die Neuwahl der Gemeindevertretung im Frühjahr 2018 ein denkbarer Einführungstermin. „Aber dann müssen alle ohne Ausnahme papierlos arbeiten“, forderte Marja-Leena Tuominen-Flath (FSK).

 Der menschliche Faktor spielt dabei jedoch eine nicht unerhebliche Rolle. Jüngere Gemeindevertreter sind im Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln meist vertrauter als ältere. Zudem hat noch längst nicht jeder einen PC und eine E-Mail-Adresse. Auch der Seniorenbeirat und der Beirat der Volkshochschule sollen künftig ausschließlich papierlos informiert werden. Neben der Anschaffung von entsprechenden Geräten wären Schulungen in erheblichem Umfang erforderlich. Bürgermeister Sander will zudem eine Zentralstelle im Rathaus schaffen. In papierlosen Zeiten wäre sicherlich auch eine gewisse IT-Betreuung notwendig, sollten sich in Sitzungen etwa plötzliche Zugriffsprobleme oder WLAN-Störungen ergeben.

 Andrea Linfoot (CDU) sieht in dem papierlosen Arbeiten auch einen Vorteil für die Umwelt. Kosteneinsparungen gingen derzeit mit der Umstellung allerdings nicht einher. Durch die Zusammenarbeit mit dem IT-Zweckverband Kommunit zahlt Kronshagen für das Anfertigen von 65000 Kopien lediglich 560 Euro im Jahr. Dafür ließe sich gerade mal ein iPad anschaffen. Zwar fallen für Erstellung und Botendienste rund 280 Personalstunden und damit Kosten von etwa 7000 Euro im Jahr an, aber ein Einspareffekt durch die Verschiebung von Aufgaben würde sich nach Angaben des Bürgermeisters frühestens mittelfristig einstellen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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