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Keine Zukunft bei der SPD

Kronshagen Keine Zukunft bei der SPD

Das Nebeneinander zweier konkurrierender Fraktionen mit SPD-Mitgliedern soll in Kronshagen rasch ein Ende haben. Der Kreisverband hat die drei abtrünnigen Frauen aus der Partei ausgeschlossen. Doch diese wollen in der SPD bleiben und legen beim Landesverband Berufung gegen das Partei-Urteil ein.

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Sollen raus aus der SPD: Die Partei wirft Eicke Paysen (von links), Marja-Leena Tuominen-Flath und Marion Clausen schädigendes Verhalten vor, was die drei Frauen von sich weisen.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Kronshagen. Die Parteimaschine rollt. Die drei Gemeindevertreterinnen, die der SPD-Fraktion in Kronshagen den Rücken kehrten und eine eigene Fraktion gründeten, sollen in der SPD keine Zukunft haben. Der Kreisverband Rendsburg-Eckernförde hat den Parteiausschluss verfügt. Nun muss die Landesschiedskommission über die Berufung der drei langjährigen Sozialdemokratinnen entscheiden.

 Über einen Termin war am Dienstag in der SPD-Zentrale in Kiel nichts zu erfahren. Die Kommission aus Parteimitgliedern wird das Verfahren nichtöffentlich führen. Marja-Leena Tuominen-Flath, Eicke Paysen und Marion Clausen, allesamt SPD-Mitglieder seit den 80er-Jahren, mussten in diesem Zusammenhang bereits ihre Parteibücher mit einreichen. Ob sie sie dauerhaft zurückerhalten, ist nicht sehr wahrscheinlich.

 Die SPD macht Druck: Johannes Reimann, Kronshagener Ortsvereinsvorsitzender, hält den drei Frauen, die unmittelbar nach der Bürgermeisterwahl im Februar zerknirscht die Fraktion verließen, parteischädigendes Verhalten vor. Die Bildung einer Konkurrenzfraktion, so Reimann, sei „extrem unsolidarisch“ und irritiere die Öffentlichkeit, zumal das Trio auch noch betone, als FsK (Für soziales Kronshagen) weiterhin die SPD zu vertreten.

 Eicke Paysen weist den Vorwurf zurück, die Partei zu schädigen: „Wir stehen zum Kommunalwahlprogramm von 2013. In unseren Abstimmungen kann man sehr wohl sehen, dass wir auf SPD-Linie sind.“ Die drei zahlen auch weiterhin 30 Prozent ihrer Sitzungsgelder an den Ortsverein. „Wir konnten nicht mehr in den Spiegel schauen“, begründet Paysen den Austritt aus der Fraktion. Wie berichtet, spielte dabei auch die Kandidatenkür für die Bürgermeisterwahl eine Rolle. Eine dreiköpfige Findungskommission hatte sich für eine Frau aus dem Kreisgebiet ausgesprochen. Der Ortsverein bereitete jedoch Fraktionsmitglied Robert Schall den Weg.

 In der SPD-Kreistagsfraktion ist Eicke Paysen weiterhin Mitglied. „Ich mach’ da mit der Arbeit für die SPD weiter.“ Sie hofft, das noch bis zum Ende der Legislaturperiode tun zu können. Für die drei ist klar: Falls die Landeskommission den Ausschluss bestätigen sollte, wird Berufung beim Bundesverband eingelegt.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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