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Glasfaserkabel gegen das Schneckentempo

Achterwehr Glasfaserkabel gegen das Schneckentempo

Der Wandel kam rasant. Das World Wide Web ist nicht nur weltumspannend, sondern mittlerweile auch allumfassend. Im ländlichen Bereich nimmt aber die Sorge zu, abgekoppelt zu werden: Lahme Downloadraten beschränken das Surfen im Internet oft aufs Schneckentempo. Achterwehr ergreift Initiative.

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Lahme Leitung: Am Computer von Lars Seimetz in Achterwehr dauert es mitunter, bis sich auf dem Bildschirm komplexe Konstruktionen aufbauen.

Quelle: Torsten Müller

Achterwehr. Aus der Gemeinde Achterwehr kommt jetzt eine Initiative, um eine Lösung für den gesamten Amtsbereich zu finden. Lars Seimetz (Lebendige Gemeinde) präsentierte seine Überlegungen bereits dem Achterwehrer Bau- und Umweltausschuss. Er hebt aus Kostengründen die Notwendigkeit einer amtsweiten Kooperation beim Breitbandausbau hervor und setzt dabei auf Glasfaserkabel. Es ermögliche nicht nur die höchsten Verbindungsgeschwindigkeiten, sondern biete als einzige Technologie auch ausreichend Kapazität für zukünftig steigende Anforderungen.

 Das Problem sind die Kosten. Das Verlegen neuer Leitungen ist teuer. Felde hatte das Glück, dass dort Geschäftsführer eines Kieler Internetanbieters wohnen. Das Unternehmen verlegte in großen Teilen Glasfaserkabel, ohne dass die Gemeinde einen Cent dazu bezahlen musste – die Kunden zahlten nur für die Hausanschlüsse. Dieses Glück lässt in anderen Gemeinde noch auf sich warten. Seimetz empfiehlt daher, zunächst mit anderen Gemeinden zusammen ein Gutachten erstellen zu lassen. Planungskosten bis maximal 50000 Euro könnten zu hundert Prozent bezuschusst werden. Beim Breitbandkompetenzzentrum des Landes erfuhr er zudem: Je mehr Gemeinden sich zusammenschließen, desto höher kann bei einem Ausbau die Förderung ausfallen.

 Bürgermeisterin Anne Katrin Kittmann (SPD) berichtete in der Gemeindevertretung am Mittwochabend von einer positiven Resonanz im Amtsausschuss auf den Vorstoß aus Achterwehr. Das Gremium wolle einen Vertreter des Kompetenzzentrums zu einer Information einladen. In einem weiteren Schritt könnte dann ein Gutachten in Auftrag gegeben werden. In dieser Sitzung gab es allerdings auch Kritik: Der Beschluss, ein Gutachten in Auftrag zu geben, sei bereits vor Jahren gefasst, aber von der Verwaltung nicht umgesetzt worden.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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