27 ° / 11 ° heiter

Navigation:
Wohncontainer kommen auf den Spielplatz

Kronshagen Wohncontainer kommen auf den Spielplatz

Im Kathweg werden vorläufig keine Wohncontainer für Flüchtlinge aufgestellt werden. Für diesen Verzicht sprachen sich der Kronshagener Haupt- und Finanzausschuss sowie der Sozialausschuss am Dienstagabend einstimmig nach heißer Diskussion mit Anwohnern aus. Die Gremien folgten aber dem Vorschlag der Verwaltung, Container-Unterkünfte für zunächst fünf Jahre auf dem Spielplatz Bürgermeister-Drews-Straße sowie dem Bolzplatz in der Tegelkuhle vorzusehen.

Voriger Artikel
Putzlappen setzte sich in Pumpe fest
Nächster Artikel
Duell verloren, Erlebnis gewonnen

Anwohner wollen den Spielplatz in der Bürgermeister-Drews-Straße erhalten: Die Gemeinde will ihn verlagern, um darauf Wohncontainer für Flüchtlingen oder Sozialwohnungen zu errichten.

Quelle: TM

Kronshagen. Die Verwaltung soll auch Unterbringungen im Gewerbegebiet Ottendorfer Weg, auf dem ehemaligen Grandplatz am Suchsdorfer Weg sowie auf der Wiese vor der Gemeinschaftsschule prüfen. Darüber hinaus erhielt sie den Auftrag, mit Wohnungsbaugesellschaften über die Errichtung von preisgünstigem Wohnraum zu verhandeln. Infrage kommen gemeindeeigene Grundstücke in der Johann-Fleck-Straße, im Güstrower Weg und in der Bürgermeister-Drews-Straße 54/56.

 Anwohner der betroffenen Standorte saßen dicht gedrängt im Ratssaal. Sie waren verärgert, dass sie von den Plänen erst aus der Zeitung erfuhren. Vehement stritten sie dafür, jeweils ihre Standorte nicht zu überplanen. Beim Kathweg gab es erfolgreiche Unterstützung der SPD: Sie befürchtete, dass das Aufstellen von Containern die Ortskernentwicklung ausbremsen und das Abrufen von Fördermitteln verhindern könne. Nach Ansicht von Anwohnern passen Container nicht zu Kronshagen. Sie regten an, auch über das Aufstellen von Fertighäusern nachzudenken.

 Am stärksten umstritten war die Nutzung des großen Spielplatzes in der Bürgermeister-Drews-Straße. Die Gemeinde will Ersatz auf einer kleineren Fläche am Ende der Straße schaffen. Anwohner kritisierten, dass der jetzige Platz gut angenommen werde und Auslauf sowie Bolzmöglichkeiten für Ältere biete. Auf den Ersatzplatz passten nur Rutsche und Schaukel. Statt einen Spielplatz zu vernichten, solle besser der Grandplatz am Suchsdorfer Weg als Standort in Betracht gezogen werden. Die Verwaltung hatte diesen wegen hoher Erschließungskosten verworfen.

 Widerstand gab es auch gegen den Bau einer festen Unterkunft auf der Wiese vor dem Schulzentrum. Die Schulleitungen wiesen darauf hin, dass diese als Evakuierungsfläche und Pausenhof diene. Bürgervorsteher Bernd Carstensen (CDU) appellierte an die Solidargemeinschaft der Kronshagener: 2016 müssten voraussichtlich weitere 100 Asylsuchende untergebracht werden: „Das sind unsere Flüchtlinge und nicht die der Gemeindevertreter.“ Diskussionen, wo Flüchtlinge nicht untergebracht werden sollten, würden am wenigsten weiterhelfen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige