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Oldtimer machen Laune

Kreis Segeberg Oldtimer machen Laune

Bei der Veteranenfahrt des Automobil- und Motorsportclubs Bad Segeberg (AMSC) gingen diesmal 120 Oldtimer auf die Strecke, das älteste Fahrzeug wurde im Jahr 1924 gebaut.

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Schauen und Staunen: Bei der Pause der Veteranenrallye in Gönnebek gab es viele bewundernde Blicke für die schönen Fahrzeuge.

Bad Segeberg. Auch bei den Fahrern waren einige Oldies dabei, doch oftmals gaben die Besitzer der liebevoll gehegten Autos das Steuer an Sohn oder Tochter ab und genossen die Fahrt auf dem Beifahrersitz. So wie Lorenz Hinrichsen (81) aus Bad Segeberg, der sich von seinem Sohn Nils chauffieren ließ.

 Anders Hildegard Wohler aus Wahlstedt: Mit ihrer Vespa aus dem Jahr 1974 tuckerte die 75-Jährige gut gelaunt über die kurvige Strecke. „Ich hab aber nur drei Punkte gesammelt bisher“, erzählte die rüstige Seniorin bei der Rallye-Pause in Gönnebek. Nachdem sie von einer Gruppe Motorräder – keine Oldtimer, sondern sehr schnelle, neue Maschinen – in rasantem Tempo überholt worden war, fühlte sie sich nicht mehr so wohl auf ihrer „Molli“.

 „So was Beklopptes!“ schimpfte die Wahlstedterin. „Danach wollte ich nur noch sicher bis nach Gönnebek kommen“, erzählte sie der Segeberger Zeitung. Dort gab es erst einmal ein zünftiges Mittagessen, das der AMSC für die Teilnehmer vorbereitet hatte. Weil auch die „Flaming Stars“, eine Gruppe von Motorrad fahrenden Feuerwehrleuten, dort ein Treffen hatten, war allerhand los im Dorf, und Hildegard Wohler traf viele Bekannte. „Im vergangenen Jahr bin ich auch schon bei der Rallye mitgefahren, aber da ist mir meine Molli unterwegs kaputt gegangen.“ Ob es an der Startnummer 13 lag, die sie damals hatte, oder an einer unsachgemäß ausgeführten Reparatur – jedenfalls musste „Molli“ vergangenes Jahr mit einem Anhänger abgeholt und nach Hause gebracht werden. „Da habe ich geweint“, erinnert sich Hildegard Wohler. Zuhause hat sie noch eine zweite Vespa, die mit 28 Jahren aber noch zu jung ist für die Veteranenrallye. Einen Namen hat sie auch: „Blacky“.

 Die Liebe zu ihren Autos oder Motorrädern, die oftmals schon viele Jahre im Familienbesitz sind, ist den Oldtimerfans anzusehen. Wenn sie auf ihr Fahrzeug angesprochen werden, zeigen sie gern die Details, von denen viele heute so gar nicht mehr zu finden sind. Manche besitzen mehrere alte Schätze auf zwei oder vier Rädern, so wie der Daldorfer Ingo Mund, der diesmal mit seinem Plymouth P15 Special aus dem Jahr 1948 die fast 120 Kilometer lange Strecke durch den Kreis Segeberg und Ostholstein zurücklegte.

 Die historischen Fahrzeuge zu besitzen, macht Mund einfach Spaß. „Das Grinsen, das man beim Fahren dann bekommt, ist einfach unbezahlbar“, sagt er. Dass Oldtimerfahren, besonders bei so schönem Wetter, gute Laune macht, davon konnten sich auch die Zuschauer überzeugen – ein freundliches Winken geht bei einer erlaubten Rallye-Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 Stundenkilometern einfach besser. Und wird vor allem auch viel besser gesehen.

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