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Das saubere Stethoskop

Henstedt-Ulzburg Das saubere Stethoskop

Rieke-Marie Hackbarth ist zwar erst 14 Jahre jung, aber schon auf dem besten Wege, eine große Forscherin zu werden. In Eigenleistung hat die Henstedt-Ulzburgerin ein Stethoskop entwickelt, das sich automatisch selbst desinfiziert. Damit gewann sie beim Bundesentscheid von „Jugend forscht“ einen Sonderpreis.

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Rieke-Marie Hackbarth (14) entwickelte ein Stethoskop, das sich automatisch desinfiziert.

Quelle: Privat

Henstedt-Ulzburg. Hinzu kam jetzt auch noch ein „Sonderpreis Unternehmertum“, der Rieke-Marie Hackbarth in Ludwigshafen verliehen wurde. Auch dieser Preis geht auf die Teilnahme bei „Jugend forscht“ zurück. Die 14-Jährige besucht das Gymnasium Harksheide in Norderstedt. Dort hat sie den Wahlpflichtkursus „Forschen und Erfinden“ belegt. Ein Hauptziel des Kurses besteht darin, die Jugendlichen auf die Teilnahme am Wettbewerb „Schüler experimentieren“ vorzubereiten. In diesem machte Rieke-Marie Hackbarth dann auch mit, doch schon auf regionaler Ebene wurde sie in den Wettbewerb „Jugend forscht“ hochgestuft. Dieser ist normalerweise älteren Schülern vorbehalten, doch Rieke-Maries Stethoskop begeisterte die Jury.

 Von der Idee bis hin zur Ausführung hat die 14-Jährige das Arzt-Instrument komplett selbst entwickelt. „Ich kam darauf, weil unser Kinderarzt sagte, gerade Stethoskope seien eine große Keimschleuder“, berichtet Rieke-Marie Hackbarth. Das habe sie auf den Gedanken gebracht, dass es gut wäre, wenn sich das Gerät nach Gebrauch selbst reinigen könnte.

 Das Stethoskop der Schülerin besitzt einen eingebauten Kleincomputer. Dieser erkennt, wann eine Untersuchung beendet ist, da dann der Kontakt zur Haut des Patienten ausbleibt. Diese Information gibt er an eine Pumpe weiter, die wiederum ein Desinfektionsmittel auf das Stethoskop sprüht.

 Mit ihrer Idee gewann Rieke-Marie Hackbarth beim Landesentscheid in Kiel und qualifizierte sich für den Bundeswettbewerb von „Jugend forscht“ in Ludwigshafen. Dort trat sie in der Kategorie „Arbeitswelt“ gegen gut ein Dutzend Mitbewerber an – darunter sogar Studenten. Vergeben wurden Platzierungs- und Sonderpreise. Einer ging an Rieke-Marie Hackbarth. Um zu gewinnen, musste sie sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit den detaillierten Fragen einer Fachjury stellen. Dadurch sollte sichergestellt werden, dass die eingereichten Arbeiten nicht von jemand anderem entwickelt und angefertigt wurden.

 Mit dem ersten Prototyp hat das Sieger-Stethoskop nur noch wenig zu tun. „Nach jeder Wettbewerbsebene wurde ich angespornt, meine Arbeit noch weiter zu verbessern, um das nächste Mal mit der Konkurrenz mithalten zu können“, sagt die Jungforscherin. Das habe sie dann auch getan. So sei es ihr beispielsweise gelungen, den eingebauten Computer im Stethoskop deutlich zu verkleinern und das fertige Instrument somit handlicher zu machen.

 Die Erfindung ist bereits patentiert. Erste Ärzte und Krankenhäuser haben bereits Interesse signalisiert. Daher stellt sich für die Schülerin nun die Frage nach der Vermarktung ihrer Idee.

 Parallel dazu könnte sie sich aber auch vorstellen, noch einmal bei „Jugend forscht“ mitzumachen, das nächste Mal allerdings in einer Arbeitsgruppe. Zwei Mitschüler wollen sich ihr anschließen. Wieder soll es um ein Thema aus dem Bereich Medizin gehen. Dieser möchte Rieke-Marie Hackbarth auch nach Beendigung ihrer Schulzeit verbunden bleiben: „Ich würde gerne Ärztin werden“, sagt sie. „Vielleicht Chirurgin oder Orthopädin.“

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