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Küchenschelle und Räucherfisch

15. Gartenzauber in Großenaspe Küchenschelle und Räucherfisch

Mehr als 150 Aussteller boten beim „Gartenzauber“ auf dem großzügigen Gelände von Hof Bissenbrook an, was man im Garten brauchen kann, von Pflanzen bis zu Tongefäßen, lackierte Keramikvögel auf Stangen, Wind- und Wasserspiele, Kleidung und Lebensmittel.

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Der Aussteller im blauen Gewand verkaufte orientalische Teller und Schüsseln - und schnippelte in aller Ruhe Gemüse.

Quelle: Jann Roolfs

Großenaspe. „Wir kommen jedes Jahr, immer am Sonnabend, und immer nehmen wir etwas mit, obwohl wir uns vornehmen, diesmal nichts zu kaufen“, stöhnt die Frau. Sie trägt ein unhandliches, herzförmiges Drahtgestell, ihre Tochter ist ebenfalls bepackt, die Enkelin springt um die beiden Frauen auf dem Weg zum Parkplatz herum. Die Familie ist auf dem Heimweg nach einem Besuch beim Gartenzauber, einer Garten-Messe, die zwei Mal jährlich auf dem Großenasper Hof Bissenbrook stattfindet.

 Gartenzauber-Sprecherin Saskia Boenigk zog am Sonnabend eine zufriedene Zwischenbilanz: Schon am Freitag waren rund 5000 Besucher nach Bissenbrook gekommen, die Standard-Marke von mehr als 10000 Besuchern schien beim 15. Gartenzauber problemlos zu erreichen.

 „Einmal im Jahr müssen wir das haben“, fand Gabi Tetzlaff aus dem Steinburger Ort Looft. Sie stand mit ihrer Freundin Linda Nadolleck an einem Stehtisch und trank Weißwein: „Wir wollen uns einen schönen Tag machen“, stellte Nadolleck klar. Kümmel und Küchenschelle hatte sie für ihren Garten gekauft, das nächste Ziel nach dem Wein war schon klar: „Waffeln mit Kirschen“.

 Eine Stelzenläuferin bewegte sich als Riesenblume durch die Besucher, zwei Musiker mit Saxofon und Gitarre waren unterwegs. In gut abgestimmten Distanzen lockten Stände mit Räucherfisch, Gebäck, Kaffee, Likör und vielem mehr zu Pausen, die reichlich eingelegt wurden. Dass die Lebensmittelstände nebeneinander platziert waren, irritierte allenfalls die Nase, wenn die Chutneys im Mettwurst-Aroma von nebenan stehen.

 Deko-Artikel sind in Gärten offenbar unverzichtbar. Auch Brunhilde Ilmer aus Kiel guckte, wie immer beim Gartenzauber, nach Einschlägigem: „Was der Garten an Platz so hergibt.“ Aber vorher kümmerte sie sich mit ihrer Tochter Anke Schröder ums Grün im Garten: Sie suchte eine Clematis. Sie habe zwar schon etliche der Rankpflanzen zu Hause, aber: „Wir brauchen eine neue Farbe und eine Pflanze, die viele Meter macht.“ Dunkel sollten die Blüten sein und am Zaun wuchern, damit es dort gut aussieht und vor Blicken in den Garten schützt.

 Trendfarben waren beim Gartenzauber in diesem Frühjahr Magenta und Hellgrün. Sogar die Dosen beim Dosenwerfen waren in den passenden Tönen lackiert. Auch Deko-Holzstäbe waren so angemalt, farblich abgestimmte Tücher flatterten daran, und auf Tafeln standen Sprüche dieser Art: „Wer Schmetterlinge lachen hört, weiß, wie Wolken schmecken.“

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