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1600 Sänger, 26 Bühnen

Bad Segeberg singt 1600 Sänger, 26 Bühnen

Ob Volkslied, Pop-Hit, Queen-Medley oder Ludwig van Beethovens „Ode an die Freude“ als Gospel „Joyful, Joyful“: Insgesamt 1600 Sängerinnen und Sänger beteiligten sich an der zweiten Ausgabe des Sängerfestes „Segeberg singt“ und versetzten einen ganzen Tag lang Fußgängerzone, Säle, Cafés und Kneipen in Schwingungen.

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Die „älteste Boygroup Bad Segebergs“, wie Mitsänger und Segeberg-singt-Organisator Detlef Dreessen den Männerchor Bad Segeberg gern nennt, sorgte für einen stimmungsvollen Auftakt des Sängerfestes.

Bad Segeberg. 60 Chöre sowie 23 Bands und Solisten waren diesmal auf 26 Bühnen dabei - mehr als bei der Premiere der Veranstaltung 2013.

 Sogar das Wetter hielt weitestgehend durch: Erst am Nachmittag, als der zweite Schwung an Sängern seine Lieder in kleinen und größeren Sälen zum Besten gab, kamen Regen und Gewitter und beeinträchtigten das öffentliche Singen am Marktplatz zum Abschluss der Nachmittags-Darbietungen, zu dem aber immerhin noch rund 60 Sänger kamen. Dafür rockten am Abend zahlreiche Gruppen Kneipen, Restaurants und die Mühle.

 „Singen macht Freude, singen macht Spaß - fröhliche Lieder beweisen das“, sang der Männerchor Bad Segeberg als Auftakt vor der Bühne an der Volksbank. Chormitglied und Organisator Detlef Dreessen schmetterte fröhlich mit. Er hatte allen Grund zur Freude. Denn obwohl einige Sänger und Helfer krank geworden waren, klappte alles wie am Schnürchen - einschließlich der Organisation, bei der ihn viele Helfer und Sponsoren, darunter die Segeberger Zeitung, unterstützt hatten. „Moin“, begrüßte Dreessen denn auch salopp die Gäste, die schon am Vormittag erwartungsvoll vor der Bühne saßen: „Ich will gar nicht lange reden - wir wollen alle schöne Musik hören!“

 Und das konnte jeder, denn für beinahe jeden Geschmack war etwas dabei: Volks- und Kinderlieder ebenso wie Shantys, Gospels, Oldies, Schlager, Pop- und Rock-Hits, Songs aus Klassik, Folk, Jazz oder Blues - einfach ein schöner Tag, ein „Lovely day“, wie der Chor der Trappenkamper Richard-Hallmann-Schule auf der Volksbankbühne stimmgewaltig bestätigte.

 Wer sich amüsieren wollte, hatte dazu Gelegenheit unter anderem beim Auftritt des Shantychores Alstermöwen neben dem Café Ludwigs: „Windstärke 4“ war ein lockeres Seemannslied über den Alltag der Seefahrer, die sich bei im Verlauf der Liedes bei Windstärke 8 denn auch schon mal zur Seite neigten.

 Wie es wäre, wenn ein Kind Bundeskanzlerin wäre, trugen eindrucksvoll die Kinder des Chores an der Theodor-Storm-Schule aus Bad Segeberg vor - mit verteilten Rollen und sichtbarem Spaß am Vortrag. Am schönsten sei aber doch die „Ferienzeit“, sangen die Jungen und Mädchen aus vollen Kehlen - fetzig aufbereitet nach der Melodie des Hits „Life is live“ der Gruppe Opus.

 Freunde älterer Pop- und Rock-Hits kamen ohnehin auf ihre Kosten - zum Beispiel bei „No Limit+“ aus Wahlstedt: Die Sänger hatten ein eindrucksvoll aufbereitetes Medley aus Songs der Gruppe Queen erarbeitet mit Hits wie „We Will Rock You“, „Another One Bites The Dust“ und „Bohemian Rhapsody“.

 Überhaupt war es faszinierend zu hören, welche Sanges-Vielfalt es im Kreis Segeberg gibt. Darüber hatten sich eingangs schon Landrat Jan Peter Schröder und der stellvertretende Bad Segeberger Bürgermeister Jens Lichte gefreut. Der verspürte gar selber Lust zu singen, wie er sagte, was Organisator Dreessen prompt augenzwinkernd als Bewerbung LIchtes für eine Mitgliedschaft im Männerchor auslegte. An anderer Stelle zeigten sich zwei ältere Damen fasziniert: „Der junge Mann da hinten, den müssen Sie mal hören! So jung und so eine schöne Stimme!“ Gemeint war der Bad Segeberger Magnus Wittern, der am Kaufhaus Schwager solo und mit Eigenbegleitung am Keyboard Coversongs zum besten gab und später auch in der Remise auftrat.

 Am Abend ging es fetzig weiter. Sieben Bands traten im Jugendzentrum Mühle auf, die bis zum frühen Abend schon 200 jugendliche Besucher anlockten. Dass alles reibungslos ablief, ermöglichten das Mühle-Team um Thomas Minnerop, viele Spenden und die Tontechnik aus dem Bad Segeberger Lokschuppen.

 Im Central-Gasthof an der Hamburger Straße war mit den „Tippelbrüdern“, Henning Wätjen und Dr. Franz Otto Ambrass-Kriwat aus Leezen, eine Band-Premiere zu erleben: Die beiden Chorsänger sprangen spontan für die erkrankte Gruppe Rumpel-Stil ein, formierten sich erst kurz vor dem Auftritt und begeisterten mit Folkliedern wie „Wir drei, wir gehen jetzt auf die Walze“.

 Im Anschluss brachte Organisator Dreessen zusammen mit Gerrit Moldenhauer als Duo Moby Dick die Gäste mit „Oh my Darling“ und jeder Menge andere Shanty-Evergreens zum Schunkeln und Mitsingen. Viel gemischtes Publikum hatten die Live-Bands auch im „Busch Junior“, wo unter anderem „The Spectacles“ mit Jazz den Gästen einheizte. In der Olive und im Klackermatsch fand sich eher die Jugend zu rockigen Tönen ein, und im Ludwigs begeisterten nach dem „Weite Welt Quartett“ vier Musiker von Bluesm@il die Gäste mittleren Alters mit jeder Menge deutschem und englischsprachigem Blues und Soul.

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