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200 Bäume mussten weichen

Bundesstraße 206 200 Bäume mussten weichen

Mit großem Gerät rückten die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten den Bäumen des Segeberger Forstes entlang der Bundesstraße 206 zu Leibe. Rund 200 Bäume, überwiegend Fichten, wurden an der abgesperrten Straße zwischen der Pferdeklinik und Schafhaus gefällt.

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Der größte Harvester der Landesforsten Schleswig-Holstein fällt, entastet, vermisst und taxiert den Baumstamm.

Quelle: andreas wicht

Bark. Zum Einsatz kam bei den Arbeiten der größte Harvester, den die Landesforsten in Schleswig-Holstein zu bieten haben. Das ist die Fachbezeichnung für ein baggerähnliches Holzerntefahrzeug.

 „Gerade zur dunkleren und kalten Jahreszeit sind sichere Verkehrswege und freie Sicht äußerst wichtig im Straßenverkehr“, teilten die Landesforsten mit. Bäume und Sträucher, die während der Vegetationsperiode frei wachsen konnten, behindern in diesen Tagen den Blick der Autofahrer. Deshalb sei umfangreich Baumpflege betrieben worden.

 „Bäume, die den Verkehr gefährden könnten, wurden entfernt“, präzisierte Revierleiterin Lis Berger von der Försterei Heidmühlen. „Dadurch wurde einer Sicht- und Verkehrsbeeinträchtigung durch herabhängende schwere und nasse Äste vorgebeugt.“ Außerdem sei wechselwilliges Wild in lichteren Baumreihen an der Straße besser von den Autofahrern zu sehen. Ein weiterer Grund fürs Fällen: Abgenommen wurden auch vom Umfallen gefährdete Bäume und loses Astwerk. Die Pflegearbeiten führen die Landesforsten aus Natur- und Artenschutzgründen in der Regel nur im Spätherbst und Winter durch, also außerhalb der Brut- und Setzzeiten.

 Um schnell und reibungslos arbeiten zu können, war die B 206 auf dem Streckenabschnitt am Sonntag von 7 bis 20 Uhr voll gesperrt. Eine Umleitung über Todesfelde und Bark war eingerichtet. Bockhorn war über die Bundesstraße bis 10 Uhr von Bad Bramstedt aus und anschließend von Bad Segeberg aus zu erreichen. Allerdings habe nicht jeder Autofahrer und Pilzsammler Verständnis für die Notwendigkeit der Arbeiten gezeigt, bedauerten die Landesforsten.

 „Wie viele Festmeter es geworden sind, kann ich noch nicht sagen, da das Holz erst in ein paar Wochen aufgearbeitet wird“, sagt Lis Berger. Die Aktion sei sehr zufriedenstellend verlaufen. Schon um 17 Uhr, drei Stunden früher als geplant, habe die B 206 wieder freigegeben werden können. Wie auch aus der planmäßigen Holzernte der Landesforsten wird aus den Bäumen Möbelholz, Konstruktions- und Bauholz sowie Paletten und Industrieholz geschnitten.

 Die Landesforsten betreuen knapp ein Drittel der 173000 Hektar großen Waldfläche in Schleswig-Holstein. Mit Gründung der Forsten als Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) im Jahr 2008 hatte sich die einst traditionelle Forstverwaltung in ein Unternehmen gewandelt. Der Hauptsitz ist in Neumünster. Zu den Landesforsten gehören auch der Erlebniswald Trappenkamp sowie die Jugendwaldheime in Süderlügum und Hartenholm. 30 Förstereien dienen als Ansprechpartner vor Ort.

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