27 ° / 11 ° heiter

Navigation:
22 neue Staatsbürger

Kreis Segeberg 22 neue Staatsbürger

Überall fröhliche Mienen im Ratssaal von Henstedt-Ulzburg. Doch es ging nicht um politische Entscheidungen, die ja nicht immer von allen positiv aufgenommen werden, sondern um die Einbürgerung von 22 Menschen.

Voriger Artikel
Ex-Bürgermeister gibt nicht auf
Nächster Artikel
Post von der Queen

Nach der Einbürgerung wurde die Nationalhymne gesungen

Quelle: Harald Becker

Kreis Segeberg. „Herzlich Willkommen. Das finde ich toll, dass sie sich entschieden haben, deutsche Staatsbürger zu werden. Es macht uns alle reicher an Erfahrung, Wissen und Mitmenschlichkeit. Es bedeutet keineswegs eine Abkehr von ihrer Vergangenheit“, sagte Landrat Jan Peter Schröder den Neubürgern. Bürgermeister Stefan Busch fügte hinzu: „Damit hält auch eine bunte Vielfalt Einzug in unsere Gemeinden. Es ist schön, dass nicht nur die Metropolen von der Zuwanderung profitieren.“

 Für die 17-jährige Sormeh Naseri, die vor neun Jahren mit ihren Eltern aus dem Iran nach Deutschland übersiedelte, war es, wie auch für die 21 weiteren Neubürger im Kreis Segeberg, ein ganz besonderer Moment: „Es ist ein großartiger Tag, auf den ich mich lange gefreut habe. Jetzt möchte ich gerne im kommenden Schuljahr auf der Gemeinschaftsschule in Henstedt-Rhen meinen Realschulabschluss erfolgreich absolvieren.“ Ihre Mutter Maryam Valinejad, die ebenso eingebürgert wurde, erklärte: „Mein Mann wurde politisch verfolgt. Hier hat unsere Tochter eine bessere Zukunft – und wir ein sorgenfreieres Leben.“

 Landrat Jan Peter Schröder überreichte, nachdem alle Eingebürgerten sich einzeln zur freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland bekannt hatten, die Einbürgerungsurkunden und ein Grundgesetz. „Natürlich werde ich auch bei der nächsten Wahl mein Bürgerrecht ausüben. Ich werde mich jetzt erst einmal informieren, um zu entscheiden, welche Partei ich dann wähle“, blickt Sormeh Naseri, die perfekt Deutsch spricht, in die Zukunft.

 Auch die 58-jährige Shamsi Helms, die vor 27 Jahren aus dem Iran nach Norderstedt gezogen war und dort als selbstständige Schneiderin tätig ist, freute sich: „Das ist jetzt der letzte Schritt, um endgültig angekommen zu sein.“

 Organisiert hatten die Feier Sandra Fait-Böhme und Helmut Rose von der Einbürgerungsbehörde des Kreises. Sie begrüßten auch mit Nida, Fiza, Omer, Yasmeen und Abdul Hafeez ein ganze Familie als Neu-Deutsche. „Unsere Eltern kommen aus Pakistan. Wir Kinder sind alle hier geboren und fühlen uns schon lange als Deutsche“, freute sich die 14-jährige Norderstedterin Nida Hafeez über ihre offizielle Aufnahme. Aus elf Nationen (Philippinen, Polen, Iran, Rumänien, Kambodscha, Vietnam, Großbritannien, Schweiz, Tschechien, Pakistan und Türkei) stammen die Zuwanderer, die stimmgewaltig zum Abschluss des offiziellen Aktes die deutsche Nationalhymne unter Begleitung der Tangstedterin Andrea Paffrath am Keyboard sangen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3