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Gefeilscht und gestöbert

Oersdorf Gefeilscht und gestöbert

Der 41. Oersdorfer Flohmarkt, der große Teile der Ortsmitte in Beschlag nahm, war wieder ein Erfolg. Veranstalter war wie immer der Vorstand des Bürgervereins Oersdorf. Rund 2000 Besucher kamen.

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Ein junFlohmarkthändler: Jannes Knipping (5) aus Oersdorf verkaufte auf dem Flohmarkt gut erhaltene, ausgemusterte Schätze aus seinem Kinderzimmer.

Quelle: Alexander Christ

Oersdorf. 300 private Aussteller aus ganz Norddeutschland hatten auf der Flohmarktmeile vom Feuerwehrhaus bis zur Wiese des Spielplatzes ihre Stände aufgebaut. „Das waren zwar etwa 100 Verkäufer weniger als im Jahr zuvor, doch das war nicht schlimm. Wir sind rundum zufrieden“, sagte Dr. Inken Plöhn, Vorstand des rund 270 Mitglieder zählenden Bürgervereins und federführendes Mitglied des Organisationsteams.

 Rund 90 freiwillige Helfer, darunter zahlreiche Mitglieder des Bürgervereins und deren Freunde, halfen rund um den Flohmarkt. Traditionell dürfen keine gewerblichen Händler ihre Waren anbieten.

 Wie immer wurde an den Ständen fleißig gefeilscht, gehandelt und gebrauchte Ware für wenig Geld angeboten. So auch am Stand von Sarah Gripp aus Henstedt-Ulzburg. Sie verkaufte Second-Hand-Bekleidung für Babys und Kleinkinder aus eigenem Fundus. „Ich bin das erste Mal als Aussteller dabei und angenehm überrascht, wie gut die Geschäfte laufen“, sagte Sarah Gripp. Bestens gelaunt war auch ihre Kundin Merle Sturm. Für 3,50 Euro kaufte sie eine Mütze, ein Jäckchen und eine von Sarah Gripp selbst geschneiderte Hose. „Die Sachen sind tipptopp erhalten. Im Geschäft hätte ich dafür mindestens 25 Euro bezahlt“, sagte die glückliche Schnäppchenjägerin.

 Ebenfalls einen guten Deal machte der Hartenholmer Linus Schwetje. „Ich habe 6 Euro für ein gebrauchtes Tipp-Kick-Tischfußballspiel bezahlt. Neu kostet so ein Set fast 30 Euro“, berichtete der Elfjährige.

 Auch für die Oersdorferin Gisela Plöhn lohnte sich der Gang zum Flohmarkt. „Wer genau hinschaut und sich ein bisschen auskennt, kann hier so manches Geschäft machen. Ich habe ein historisches Teesieb aus Metall und Porzellan für nur 8 Euro gekauft“, erzählte die Antiquitätensammlerin.

 An einem Stand des Bürgervereins wurden gespendete Blumen und Pflanzen aus heimischen Gärten angeboten. Sie gingen reißend weg – sehr zur Freude der Verkäufer Helga und Eberhard David. Und auch am zweiten Stand des Bürgervereins, an dem es klassische Flohmarktartikel gab, brummte das Geschäft. Auch diese Waren hatten Bürger gespendet. „Die Einnahmen aus dem Verkauf werden den im Amt Kisdorf lebenden Flüchtlingen gespendet“, erklärte Bürgervereinsmitglied Wolfgang Hug.

 Um die Verpflegung der Besucher kümmerten sich ebenfalls Mitglieder des Bürgervereins. Sie bereiteten Grillgerichte, Bratkartoffeln, Spiegeleier und andere Leckereien zu. Unterstützt wurden sie von Mitgliedern des Oersdorfer Seniorenclubs, die im Dorfhaus Schmalzbrote schmierten und verkauften.

 Gefeilscht und gestöbert wurde bis in die frühen Abendstunden. Dann packten die letzten Aussteller ihre Sachen und in Oersdorf herrschte schnell wieder die gewohnte dörfliche Beschaulichkeit.

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