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2,5 Millionen Fahrgäste befördert

50 Jahre bei Autokraft 2,5 Millionen Fahrgäste befördert

Mindestens drei Generationen von Fahrgästen hat er chauffiert, und dabei hatte Michael Jung eigentlich gar nicht Busfahrer werden wollen. Jetzt wurde der 66-jährige Fahrenkruger bei Autokraft in Bad Segeberg für ein seltenes Jubiläum geehrt: 50 Jahre Betriebszugehörigkeit.

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Seit 50 Jahren ist Busfahrer Michael Jung (66) bei der Firma Autokraft beschäftigt.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Aufgewachsen ist Michael Jung, den alle nur „Michel“ nennen, in Wahlstedt. Er bastelte bereits als Kind gern an Autos herum. Kein Wunder also, dass der 16-jährige Michael nach Ende der Schulzeit eine Lehre zum Kfz-Mechaniker anstrebte. Für monatlich 80 Mark fing er in der Autokraft-Werkstatt an.

Auf die Idee, selber hinter dem Lenkrad zu sitzen, kam der junge Mann nicht. „Die Fahrerei stand gar nicht zur Debatte.“ Er wollte schrauben, schrauben – und schrauben. „Da habe ich schon immer Spaß dran gehabt.“ Der Autokraft-Stützpunkt in der Kalkbergstadt war 1965 aus den Segeberger Verkehrsbetrieben hervorgegangen. Jung, privat ein ausgewiesener Pferdefreund, hat also fast die gesamte Firmengeschichte miterlebt.

Nach dem Gesellenbrief als Kfz-Mechaniker, einem 18-monatigen Wehrdienst und einem Gastspiel bei Autokraft in Kiel fing er in Bad Segeberg dann doch als Busfahrer an - und liebte diesen Job. Jung wurde nicht nur im Liniendienst eingesetzt, sondern war auch für Busreisen zuständig. Sie führten ihn auch ins Ausland.

Der Familie zuliebe keine Fernreisen mehr

1978 heiratete er seine Jutta, und als 1983 Tochter Denise geboren wurde, gab er die ausgedehnten Bustouren auf, um stets bei seiner Familie zu sein. Im Laufe der Jahre kamen aber auch auf den Kurzstrecken im Kreis Segeberg über 1,5 Millionen Kilometer zusammen. Jung beförderte etwa 2,5 Millionen Fahrgäste. Ganze Schülergenerationen kutschierte er beispielsweise von Wahlstedt nach Bad Segeberg – und auch wenn die Kinder und Jugendlichen ein bisschen morgenmuffelig in den Bus stiegen, hatte Michael Jung stets ein freundliches Wort für jeden. Neun Chefs gab es bei Autokraft – aber nur einen Michael Jung. Aus der Chefetage hieß es nun, im Jahre 1967 (als es die erste Herztransplantation gab) sei dem Mitarbeiter Jung offenbar das „Autokraft-Herz“ eingepflanzt worden.

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