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Ein gutes Storchenjahr

Kükels Ein gutes Storchenjahr

Die „Glücksbringer“ von Kükels haben in diesem Jahr erfolgreich für Nachwuchs gesorgt: Die Weißstörche bescherten der Familie Christa und Max-Herbert Kröger in der Dorfstraße 9 drei Jungstörche als neue Nachbarn. Es ist ein gutes Storchenjahr im Kreis.

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Die Jungstörche stupsen mit ihrem Schnabel die Altstörche an, um sie zum Herauswürgen der Nahrung zu bewegen.

Quelle: Karsten Paulsen

Kükels. Die Adebare in Kükels üben derzeit fleißig das Fliegen und stehen kurz vor dem Abflug in die Selbstständigkeit. „Im vorigen Jahr war nur ein Junges groß geworden“, berichtet Altbauer Kröger. „Drei weitere Jungen hatten die Eltern leider aus dem Nest geworfen.“ Im Frühjahr hatten seine Störche ihr angestammtes Nest gegen Konkurrenten verteidigen müssen. Darunter befanden sich nicht nur Artgenossen, sondern sogar Nilgänse und Graugänse. „Die wurden alle in die Flucht geschlagen“, freut sich Bauer Kröger noch im Nachhinein.

 Störche brüten seit über 100 Jahren auf dem Scheunendach, auch als es noch mit Reet bedeckt war. „Früher hatten die Adebare es einfacher, Nahrung zu finden. Da war der Tisch für die Störche reich gedeckt. Mäuse, Frösche, Würmer, sogar Schlangen konnten sie mit ihrem langen Schnabel gut erbeuten.“ Inzwischen würden Wiesen in feuchteren Gebieten kaum noch storchentauglich gemäht, erläutert Kröger. Wenn aber Landwirte wie in diesen Tagen eine Koppel mulchen oder umpflügen, sind auch die Störche sofort da. Denn dann gelangen sie leichter an ihre Beute.

 Auch Holger Möckelmann aus Henstedt-Ulzburg hat als Kreisgebietsbetreuer die Störche in Kükels in Augenschein genommen. In diesem Jahr wurden nach seinen Angaben 78 Jungstörche in 34 Orten des Kreises aufgezogen. Nicht eingerechnet sind die größeren Storchenstationen in Hitzhusen und im Wildpark Eekholt.

 78 Jungstörche - das sind neun mehr als im vorigen Jahr. Möckelmann dankt der Freiwilligen Feuerwehr aus Bad Segeberg, die im Frühjahr mit ihrer Drehleiter wieder Storchennester wie in Kükels repariert, gereinigt, gerichtet und somit für die Brutzeit der Adebare optimal vorbereitet hatte.

 Die Jungstörche hat außerdem Alfred Ortmann vom Naturschutzbund Bad Segeberg im Auge. Seit 15 Jahren engagiert sich der Vogelexperte im Rahmen des Monitorings „Normale Landschaft“ in Deutschland. Ortmann erfasst Brutvögel auf bestimmten Strecken im Kreis Segeberg.

 Im Laufe des Monats August heißt es auch für die Störche in Kükels, von ihrer Brutheimat Abschied zu nehmen. Dann fliegen sie gen Süden, um vor allem in Afrika zu überwintern und im Frühjahr 2016 - hoffentlich - wohlbehalten zurückzukehren.

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Karsten Paulsen

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