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Vollgas im Levo-Park

Segeberger Regioschau Vollgas im Levo-Park

Aus Pannen kann Gutes gedeihen. In den Levo-Park ist die Regioschau nur verlegt worden, weil Mitarbeiter im Bad Segeberger Rathaus die Rennkoppel anderweitig vergeben hatten – aber Veranstalter Ingo Micheel, der einem Wechsel zunächst sehr kritisch gegenübergestanden hatte, ist nun voll und ganz zufrieden.

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Das Vorführen von land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten gehört zu den Grundpfeilern der Segeberger Regioschau.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Trotz Regens kamen am Wochenende knapp 9000 Besucher zu der regionalen Leistungsschau – fast so viele wie zuletzt auf dem Landesturnierplatz bei Sonne.

 Bei den Ausstellern gab es eine Rekord-Beteiligung von 156 Ständen mit über 1300 Teilnehmern. „Der Landesturnierplatz ist Geschichte“, sagte Micheel gestern Abend. Auch die nächste Regioschau in zwei Jahren soll im Levo-Park stattfinden – sofern Inhaber Ulrich Wachholtz das möglich macht. Manchen Besuchern fehlte zwar die heimelige Atmosphäre der Rennkoppel, aber auf dem früheren Kasernen-Gelände gab es für die Aussteller schlicht und ergreifend deutlich mehr Platz, um sich und ihr Angebot zu präsentieren. Micheel und sein Team hatten die Schau allerdings auch mustergültig vorbereitet und alle Wege genauestens ausgeschildert. Erfreulich war auch, dass die Besucher trotz des regnerischen Wetters überall trockenen Fußes hinkamen. Die gepflasterten Wege im Levo-Park machten es möglich. Auf der Rennkoppel wäre man im Matsch versunken.

 Es gab einen richtigen Messerundlauf, immer der Straße Jaguarring folgend. Begeistert aufgenommen wurde das Rahmenprogramm. Einer der Höhepunkte war der Offroad-Parcours. „Der wird sehr gut angenommen“, sagte Lars Rehm vom Renault-Autohaus Lüdemann und Zankel aus Bad Segeberg zufrieden. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, in den Wagen verschiedener Hersteller einen Rundkurs über Stock und Stein sowie ein Stückchen Wald abzufahren.

 Der Bus-Shuttle aus Wahlstedt und von zwei Punkten in Bad Segeberg zum Messegelände war ebenfalls ein großer Erfolg. „Wir hatten einen Fahrplan ausgearbeitet, aber weil die Busse immer sofort voll waren, haben wir die Abfahrtszeiten verdichtet“, sagte Dirk Lemcke vom Mercedes Benz-Autohaus Autohaus Süverkrüp und Ahrendt, das mit Unterstützung der Firmen Mebo und Kaben die Kleinbusse zur Verfügung stellte.

 „Das ist alles viel schöner als früher auf der Rennkoppel“, stimmte Gisela Löwe aus Bad Segeberg in den positiven Tenor ein. Alles sei großzügiger, übersichtlicher und besser zu erreichen. Besonders gefielen ihr neue Ideen wie die kleine holsteinische Natur-Oase im ersten Messezelt.

 „Ich komme zwar aus dem Kreis Segeberg, aber hier kann man viel Neues entdecken“, lobte Gerhard Hanschke aus Söhren – passend zu den Worten von Landrat Jan Peter Schröder. Er fand, dass eine solcher Veranstaltung bei aller Online-Begeisterung nicht zu ersetzen sei. „Man lernt sich persönlich kennen, trifft sich mit dem Nachbarn und stößt auf Dinge, die man im Internet nie gefunden hätte.“

 „Die Regioschau verfolgt ein ganzheitliches Konzept – sie ist mehr als eine Gewerbeschau“, sagte Bernd Jorkisch, Vize-Präses der Industrie- und Handelskammer Lübeck. Er hatte die Verlegung in den Levo-Park angeregt und in die Wege geleitet. Auch der „Pakt für Ausbildung“ kam wieder gut an. Rund 500 Schüler aus der Umgebung waren in Bussen zum Messegelände gekommen und informierten sich direkt bei den Firmen.

 „Es ist die größte Leistungsschau im Süden Schleswig-Holsteins“, betonte Micheel . „Ich bin glücklich, dass sich die richtigen Personen zusammengefunden haben.“ Dabei dankte er neben der Anregung von Jorkisch besonders Eigentümer Ulrich Wachholtz. Er hatte durch die Regioschau die Möglichkeit, sein Gelände einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren und auch interessierten Firmen und Investoren sowie Vertretern der Politik vorzustellen.

 Wachholtz freute sich, dass zwar schon 80 Mieter mit über 180 Arbeitsplätzen in den Levo-Park gezogen seien, aber andere wegen des Wartens auf politische Entscheidungen abgeschreckt wurden. Dabei sah er in dem Gelände mit einem Nutzungsmix nebst einer Spezialisierung als Gesundheitszentrum mit Praxen und Ambulanter Pflege eine „Chance für die Stadt und die Region“. Die Bad Segeberger Kommunalpolitik steht Wachholtz’ Wunsch, im Levo-Park großflächigen Einzelhandel und Wohnbebauung zuzulassen, eher skeptisch gegenüber.

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