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ADFC: Radpendler haben’s schwer

Henstedt-Ulzburg ADFC: Radpendler haben’s schwer

Wer mit dem Rad von A nach B will, muss in Henstedt-Ulzburg in Kauf nehmen, vielleicht nicht so schnell die Strecke hinter sich zu bringen, wie er es gerne hätte. Der Fahrradclub ADFC mit seinem Ortsvorsitzenden Jens Daberkow fordert deswegen Radschnellwege oder, falls sie nicht kommen, die Erlaubnis, auf der Straße zu fahren.

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Plädiert für die Einrichtung von Radschnellwegen: Jens Daberkow, Vorsitzender der ADFC-Ortsgruppe Henstedt-Ulzburg.

Quelle: Nicole Scholmann

Henstedt-Ulzburg. Die kombinierten Rad- und Gehwege fordern Rücksichtnahme von allen, die den Weg nutzen, seien es Senioren, Kinder, Hundebesitzer, Freizeitradler und Menschen, die zur Arbeit mit Fahrrad düsen wollen.

 Gerade die Pendler haben es laut Jens Daberkow, Leiter der Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), schwer. Denn sie seien in der Regel schneller als 20 Kilometer in der Stunde unterwegs – da kann es zu Konflikten kommen. „Dieses Tempo ist eigentlich nur auf dem kurzen Stück reinem Radweg an der Hamburger Straße möglich“, sagt Daberkow. Er und seine Mitstreiter sprechen sich für die Einrichtung von sogenannten Radschnellwegen aus. Gedacht sind sie für Menschen, die zügig beispielsweise zum Arbeitsplatz gelangen wollen. Sie sollten eine guten Fahrbahndecke haben, wenig Straßen kreuzen und möglichst wenig Kurven haben, damit der ambitionierte Radfahrer schnell vorankommt.

 Die Kommunalpolitik habe sich in Ausschüssen mit dem Thema beschäftigt, aber in absehbarer Zeit könne so ein Projekt nicht umgesetzt werden. Daberkow hat nun den Wunsch, dass die Radfahrer auf der normalen Straße fahren dürfen. „Die Maurepasstraße zum Beispiel ist schnurgerade. Da ist man auf der Straße viel schneller als auf dem Rad- und Gehweg“, macht Daberkow deutlich. „Die Benutzungspflicht für Radler auf diesen Wegen muss weg!“ Auch die Beckersbergstraße sei dafür geeignet. Lediglich im Ortskern sei der Auto- und Lkw-Verkehr zu stark.

 Daberkow kann sich verschiedene Routen für Radschnellwege vorstellen. Eine Nord-Süd-Verbindung von Kaltenkirchen nach Norderstedt sei sinnvoll, denn in dem Einzugsgebiet leben viele Männer und Frauen, die den Arbeitsweg per Drahtesel absolvieren wollen. „Viele Menschen wollen die Gewerbegebiete erreichen“, hat Daberkow festgestellt. Eine Möglichkeit wäre es von Kisdorf Feld zwischen den Feldern durch zur Hamburger Straße, dann durch Ulzburg. Bei der Volksbank könnte der Schnellweg auf die alte Trasse der AKN geführt werden bis zum Bahnhof Ulzburg-Süd. Am Milanweg könnte – so die Idee – eine passender Weg quer durch den Wald führen bis zur Haltestelle Meeschensee. Da Norderstedt bereits Pläne für einen ausgebauten Radweg in dem Bereich hat, könnte der Henstedt-Ulzburger Schnellweg dort heranreichen.

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