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LINT laufen jetzt rund

AKN Kaltenkirchen LINT laufen jetzt rund

Fünfzehn Triebwagen mit der Bezeichnung VTA, die seit den 1970er Jahren für die AKN im Einsatz waren, werden ausgemustert. Neu sind 14 Züge mit dem Kürzel LINT, die Schritt für Schritt seit Oktober auf der Linie A1 von Neumünster nach Hamburg-Eidelstedt eingeführt wurden.

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AKN-Vorstand Wolfgang Seyb im neuen LINT-Triebwagen.

Quelle: Stephan Ures

Kaltenkirchen. Nach knapp vier Wochen Regelbetrieb zog AKN-Vorstand Wolfgang Seyb eine zufriedene erste Bilanz. Anlaufschwierigkeiten, die auch zu spürbaren Verspätungen geführt hatten, seien weitgehend überwunden, sagte Seyb.

 Knapp 80 Verbindungen gibt es werktags je Richtung zwischen Kaltenkirchen (gut 20 davon ab Neumünster) und Eidelstedt, rund Dreiviertel davon mit dem LINT 54 (die Bezeichnung rührt her von der Länge: 54 Meter). Sonnabends und sonntags sind nur die neuen Züge unterwegs.

 „Eine Inbetriebnahme neuer Fahrzeuge ist immer eine Herausforderung“, räumte AKN-Chef Seyb am Freitag bei einer Pressekonferenz am Firmensitz in Kaltenkirchen ein. Das war mit den LINT nicht anders. Es fehlte an Routine im Betrieb mit den neuen Zügen, und so stieg die Zahl der Verspätungen. Die Pünktlichkeit sank nach Seybs Worten von 98 auf zwischenzeitlich 94 Prozent, ist nach der ersten Januarwoche aber wieder auf altem Stand. Ärgerlich waren und sind solche Verzögerungen aber allemal, weil zum Beispiel die Übergangszeit zur S3 nach Altona in Eidelstedt nur zwei Minuten beträgt – kommt die AKN später, ist die S-Bahn weg. Als verspätet gilt laut landesweiter Regelung ein Zug, wenn er mehr als fünf Minuten hinter der Zeit ist. Im Landesdurchschnitt beträgt die Pünktlichkeit aller Züge 93 Prozent.

 Deutlich mehr Beschwerden als sonst habe es nach der Einführung der neuen Triebwagen nicht gegeben, berichtete Seyb. Einigen Fahrgästen missfiel allerdings, dass die neuen LINT weniger Türen haben, die zudem noch langsamer öffnen und schließen.

 Die 14 neuen LINT-Züge – 13 im Betrieb, einer in Reserve – kosteten 60 Millionen Euro. Eine erhebliche Investition für „ein kleines Unternehmen“, wie Seyb sagte. Eine derartige Erneuerung der Flotte gebe es allenfalls alle 20 Jahre. Neben den neuen Zügen sind jetzt noch 18 Triebwagen aus den 1990er Jahren mit der Bezeichnung VTE im Betrieb, zu Hauptverkehrszeiten ergänzen sie die LINT auf der A1, außerdem bestreiten sie den Linienverkehr von A2 (Ulzburg-Süd – Norderstedt) und A3 (Ulzburg-Süd – Elmshorn). Die jetzt ausgemusterten VTA stammen aus den 1970er Jahren. Die kantigen VTE und VTA sind auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden. Für Laien: Die älteren VTA sind diejenigen mit den silbernen statt weißen Riffelblechen an der Seite.

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