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Seniorenrat enttäuscht von AOK

Bad Bramstedt Seniorenrat enttäuscht von AOK

„Still und heimlich“ gehe das wohl über die Bühne, meinte Bad Bramstedts Seniorenbeiratsvorsitzender Hartmut Heidrich, als er von der Pressemitteilung der AOK Nord West erfuhr, in der die Krankenkasse mitteilt, dass der Standort in der Rolandstadt zum 31. Januar 2018 aufgegeben wird.

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Der AOK-Standort in der Altonaer Straße 1 wird zum 31. Januar 2018 geschlossen. Die Bad Bramstedter Kunden müssen dann nach Neumünster oder Kaltenkirchen ausweichen.

Quelle: Sylvana Lublow

Bad Bramstedt. „Jede geschlossene Stelle ist ein Nachteil für uns“, sagt Heidrich und spricht dabei für die Senioren der Stadt, die „nun wohl nach Neumünster müssen.“

Die AOK erklärt die Schließung mit der wachsenden digitalen Kontaktaufnahme der Kunden und dem Rückgang der Inanspruchnahme persönlicher Beratung. „Es handelt sich in Bad Bramstedt um einen kleinen Standort mit 1,5 Mitarbeitern“, erklärte AOK-Regionaldirektor Gunar Schlage der SZ: „Die niedrige Frequentierung ist auf Dauer wirtschaftlich nicht erträglich.“

In Bad Bramstedt hat die AOK nach eigenen Angaben circa 3500 Versicherte. Davon sind 685 über 70 Jahre alt. Klingt nach viel, ist aber nach Meinung des AOK-Regionaldirektors „für einen Standort einer Krankenkasse sehr wenig“. Bad Bramstedt sei aktuell der kleinste Standort in der Region

Mit der AOK verlässt auch die letzte Krankenkasse den Ort. „Niedrige Frequentierung ist die übliche Begründung. Das kann ich aber nicht bestätigen, wenn ich an die älteren Bürger denke“, sagt Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach, den diese Nachricht nicht erfreut.  „Die AOK hätte ja auch anfragen können, um mit mit uns gemeinsam eine Lösung zu finden.“

Für die Senioren stehe aber auch die telefonische Beratung zur Verfügung, sagt Gunar Schlage, der wisse, dass Standortschließungen nie auf Gegenliebe stoßen: „Man kann nicht jeden Standort aufrecht erhalten.“ Die AOK will sich jetzt noch mehr auf die digitale Beratung konzentrieren. Schlage: „Die AOK Nord West plant, ihre digitalen Kommunikationskanäle weiter auszubauen und moderne Lösungen für eine schnelle und mobile Kommunikation im Sinne des Kunden zu schaffen.“

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