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Kitagebühren steigen stark

Bad Bramstedt Kitagebühren steigen stark

Ab 1. August müssen Eltern, deren Kinder in Bad Bramstedt in die Kindergärten oder in die Krippe gehen, höhere Gebühren zahlen. Für einige steigt der Beitrag in den nächsten drei Jahren sogar auf das Doppelte.

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Der Bedarf an Kita-Plätzen steigt - ebenso die Beiträge der Eltern. Für einen Krippenplatz müssen sie 2017 das Doppelte zahlen.

Quelle: Sylvana Lublow

Bad Bramstedt. Auf der Sitzung des Ausschusses für Soziales am Montagabend stimmten die Mitglieder mit sechs zu fünf für den Antrag, die Beiträge „maßvoll“, wie es hieß, und schrittweise zu erhöhen. Das heißt: Ab August dieses Jahres zahlen Eltern 25 Prozent der Betriebskosten, ein Jahr später sind es 28 Prozent und 2017 dann 30 Prozent. Damit erfüllt die Stadt die vom Kreis Segeberg vorgegebene Richtlinie. Die bisherigen Beiträge erreichen nur 22,6 Prozent.

 Auch die als maßvoll bezeichnete Erhöhung trifft die Eltern von Krippenkindern besonders hart. Ein 40-Stunden-Krippenplatz kostet die Eltern in Bad Bramstedt derzeit 196 Euro monatlich, ab August müssen sie dafür 322 Euro berappen, ab 2017 sogar 386 Euro - 190 Euro mehr als bisher. Hingegen sinken die Beiträge für Kindergarten-, also Regelplätze, anfangs sogar um einige Euro. Ein 20-Stunden Regelplatz, der jetzt 114 Euro kostet, wird ab August 100 Euro kosten und zwei Jahre später 120 Euro.

 Dieses Auf und Ab erklärt sich dadurch, dass die bisherigen Elternbeiträge von der Politik vor fünf Jahren festgelegt wurden, ohne dass sie sich an Richtlinien orientierten. Sozialamtsleiter Jörg Kamensky sagte zur SZ: „Die neue Berechnung ist übersichtlicher und gerechter. Krippenplätze sind für die Stadt ohnehin doppelt so teurer wie Regelplätze, schon allein aufgrund des erhöhten Personalschlüssels.“

 Seit einem halben Jahr steht die Beitragserhöhung schon zur Diskussion. Die Verwaltung hatte diesen Schritt angeregt, weil es seit 2010 keine Erhöhung mehr gab. Außerdem würde die Stadt jährlich ein Minus von 326000 Euro machen, wenn die Beiträge nicht auf 30 Prozent stiegen. Bereits auf der Ausschusssitzung im Februar machte Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach darauf aufmerksam und befand, dass eine Erhöhung gerechtfertigt sei. Schon damals sprachen sich die Fraktionsmitglieder der SPD und Grünen gegen eine Erhöhung aus. So auch am Montagabend: „Wir halten es für falsch, Kitas teurer zu machen. Kitas sind auch Bildungseinrichtungen, deshalb sollten die Beiträge nicht erhöht werden“, ließ der Ausschussvorsitzende Dr. Manfred Spies für die SPD verlauten. Die Grünen schlossen sich der Position an: „Demnächst soll das Kindergeld um 4 oder 5 Euro erhöht werden. Damit nehmen wir es den Eltern wieder weg. Das ist ein falsches Signal“, sagte Paul Cheglov.

 Während sich Anja Schuppe von der FDP noch für eine schrittweise Erhöhung aussprach, wollte die CDU mit einem eigenen Antrag erreichen, die Beiträge sofort auf 30 Prozent zu erhöhen. „Mit der neuen Kita in der Altonaer Straße und der Vergrößerung der Kita vom Kinderschutzbund steigt der Etat. Die Gegenfinanzierung muss gesichert sein. Die Kita-Kosten für die Stadt erhöhen sich rasant - und das bei einem Haushalt mit Schwindsucht“, begründete Werner Weiß den Antrag der CDU-Fraktion. Und weiter: „30 Prozent sind nicht allzu hoch. Alle Gemeinden rundum haben die Beiträge erhöht.“ Für den Antrag der CDU stimmten fünf Mitglieder mit Ja, fünf mit Nein, bei einer Enthaltung - damit wurde der Antrag abgelehnt. Daraus entstand während der Sitzung die Beschlussvorlage, die Erhöhung schrittweise anzugehen.

 Für 2015 geht die Stadt von 4,4 Millionen Euro Betriebskosten aus - die neue Kita in der Altonaer Straße ist in diese Summe noch nicht eingerechnet.

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